Anbindung Rheingau-Taunus-Kreis

Der attraktive Arbeitsmarkt und die wachsenden Hochschulen sorgen für ständig steigende Pendlerströme nach Wiesbaden. Die meisten Einpendler kommen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis. In einem künftigen Schritt soll deshalb die CityBahn-Linie über die frühere Aartalbahnstrecke nach Taunusstein und Bad Schwalbach erweitert werden. Der Kreistag des Rheingau-Taunus-Kreises hat bereits erklärt, das Projekt voranbringen zu wollen.
Was ist Ihrer Meinung nach bei einer Anbindung an den Rheingau-Taunus-Kreis zu beachten?

Kommentare

Mit dem Bau der Citybahn nach Bad Schwalbach sollte diese nicht wie in der Machbarkeitsstudie geplant am Bahnhof enden weit ab des Zentrums. Sondern über Adolf-/Bahnhofstraße zum Rathaus. Haltestellen könnten am Bahnhof, an der Heimbacher Str. Kreisverwaltung und am Rathaus entstehen. Da durch wäre das Stadtzentrum von Bad Schwalbach optimal angeschlossen.

Wichtig wäre für Bürgerinnen und Bürger des Rheingau-Taunus-Kreises, dass sie einfach zu den Haltestellen gelangen. D.h. Das zusätzlich P+R Parkplätze, Fahrradleihstationen, Ladestationen für Elektroautos gebaut werden. Gerade für die Bürger aus den umliegenden Dörfern rund um Taunusstein und Bad Schwalbach muss es unkomplizierte Verbindungen(Rufbusse) geben, in dem man schnell und regelmäßig zu einen der Haltestellen gelangt. Auch die Kernstädte von Bad Schwalbach und Taunusstein könnten mit einem kreisenden Bus ständig mit den Haltestellen verbunden werden.

daß der Erfolg bzw. die Akzeptanz solcher Konzepte auch davon abhängt, wie streßfrei das P, also das morgendliche Parken, ist. Wenn ich damit rechnen muß, keinen Parkplatz zu bekommen bzw länger suchen zu müssen, ist das ein großer Negativfaktor. Ausreichende Reserven an Parkraum oder ein Reservierungssystem ist ein primäres Erfolgselement, wichtiger als ein paar Minuten weniger Fahrzeit.

Dann gibt es autonome Fahrtzeuge, die nicht nur Zubringerfunktion haben, sondern die komplette Strecke Haustür zu Haustür fahren. Schlau wäre, wenn sich die Regionen jetzt schon darauf vorbereiten würden. Das kann schon mit einfachen Schritten beginnen - Sanierung der Straßen mit gut erkennbaren Markierungen, und Teilnahme an Testfeldprojekten. Ist auch nicht so teuer wie eine Straßenbahn, die in 15 bis 20 Jahren eh kaum noch jemand benutzen wird.

Klingt in der Theorie einfach. In der Praxis aber ein riesen Akt der nicht funktionieren wird weil einfach alles zu umständlich.

Die Aartalstrecke wird bekanntlich seit längerem nicht als "Pendler"genutzt, ebensowenig wie für touristische Zwecke.
Ist der Ausbau hier zweigleisig geplant? Was ist mit der Umgebung? (Natur und belassene Grünflächen entlang der geplanten Trasse?)

Moderationskommentar

Lieber Wiesbadener,
vielen Dank für Ihre Frage. Wir haben diesbezüglich Antwort von den Planerinnen erhalten:

In Wechselwirkung zur Angebotskonzeption werden partielle Ausbaumaßnahmen der zweigleisigen Ausweichstellen geprüft. Ein durchgehender zweigleisiger Ausbau der Aartalbahn zwischen Wiesbaden und Bad Schwalbach ist nicht vorgesehen.

Wir wünschen Ihnen weiterhin einen interessanten Dialog!
Freundliche Grüße
Lukas Worgull (Moderation)

Wiesbaden bietet für Familien aktuell kaum mehr bezahlbaren Wohnraum. Die Gemeinden im Taunus sind grottenschlecht zu erreichen im Berufsverkehr sind des meist 45 min Plus bis zur Stadtmitte. Eine vernünftige Alternative für das Auto fehlt im Grunde.
Die Stadtbahn würde die Gemeinden im Taunus enorm aufwerten.
Leider fehlt eine ähnliche Planung Richtung Osten! Niedernhausen und Auringen sind noch relative gut angebunden. Naurod, Kloppenheim, Igstadt und Co sind abgeschnitten und nur über die üblichen überlastetten Routen per Auto angebunden. Hier sollte ebenfalls eine Alternative geschaffen werden.

Zusätzliche Anbindung von Klarenthal, bei Führung über die Aartalbahn Dreischienengleis, nach Möglichkeit mit Reaktivierung der Aartalbahn Hahn - Dotzheim - Wiesbaden Ost, sodass es auch Fahrten von Bad Schwalbach aus in Richtung Frankfurt geben kann. Einbindung in den Knoten Hahn Busbahnhof

Moderationskommentar

Hallo C.Bisenius,
danke für Ihren Beitrag. Wir haben vom Plaungsteam folgende Antwort erhalten:

Vielen Dank für Ihre konstruktive Frage. S-Bahnen haben eine grundsätzlich andere Aufgabe als Straßenbahnen. Sie bedienen lange Strecken mit großen Abständen zwischen den Haltestellen. Die CityBahn soll dagegen eine schnelle, kleinräumige Bedienung mit kurzen Haltestellenabständen als Ergänzung zur S-Bahn sichern. Insbesondere Verbindungen in die Wiesbadener Innenstadt sind stark nachgefragt, die zentralen Verkehrswege daher häufig überlastet. Gerade an hier soll die CityBahn für mit ihrer hohen Fahrgastkapazität für Entspannung sorgen. Insgesamt wird die CityBahn schneller als der heutige Buslinienverkehr sein.

Beste Grüße
Petra Schröter (Moderation)

Warum muss sich die Stadt-Bahn durch die Innenstadt quälen, wenn sie so weiträumige Ziele von Schwalbach bis Frankfurt verknüpfen soll? Das alte Schienensystem der Aartalstrecke entlang Dotzheimer Bahnhof, Waldstrasse, Biebricher Bahnhof Richtung Hauptbahnhof reaktivieren, spart nicht nur Kosten, sondern auch Verdruss und Zeit! Ausserdem: Umsteigepunkt Hbf Wiesbaden in die S-Bahn! 13 Minuten nach Mainz Hbf. Wie lange wird die Stadtbahn über die Biebricher Allee nach Mainz unterwegs sein?

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