3. Workshop: 23. Oktober 2018

Im Fokus der Diskussion standen dieses Mal die beiden Streckenvarianten Quintinsstraße/Ludwigstraße und Quintinsstraße/Flachsmarkt/Große Bleiche – zwei weitere Optionen der insgesamt vier Streckenvarianten auf Mainzer Seite.
Ausgehend von den im ersten Workshop erarbeiteten wesentlichen Begutachtungskriterien beleuchtete der Planer den jeweiligen Streckenverlauf. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Varianten und brachten ihre Fragen und Anliegen, aber auch Kritik und Optimierungsvorschläge ein:

Variante Quintinsstraße/Ludwigstraße
Pro:
• Erschließen der Innenstadt
• Wenig Eingriffe in bestehendes Leitungssystem auf der gesamten Strecke

Contra:
• Häufige Sperrungen der Strecke Ludwigstraße wegen Festen (Fastnacht)
• Schwieriges Verbinden mit Bus- und Radverkehr; ausbremsen Autoverkehr

Variante Quintinsstraße/Flachsmarkt/Große Bleiche

Pro:
• Chance zur städtebaulichen Erneuerung/Sanierung des Stadtbereiches und Erschließen der Innenstadt
• Verkehrsberuhigter Bereich in Großer Bleiche
• Mögliche Erweiterung in Richtung Neustadt

Contra:
• Konzentration von wichtigen Versorgungsleitungen, insbesondere Wasserleitungen
• Einschränkungen für den Autoverkehr

Eine Übersicht zu den gesammelten Aspekten für beide Varianten finden Sie hier.
Im nächsten Workshop am 20. November 2018 werden alle vier Streckenvarianten in der Zusammenschau diskutiert. Die Planer werden bis dahin die Routen im Hinblick auf die diskutierten Optimierungsvorschläge prüfen. Ziel ist es, die Auswahl der Varianten einzugrenzen.

Kommentare

Moderationskommentar

Hallo Forumer 11,
vielen Dank für Ihre konstruktive Anregung. Von den Planern haben wir dazu folgende Rückmeldung erhalten:
"Ihre Idee, die Verkehrsträger auf unterschiedliche Ebenen (z. B. Straßentunnel) aufzuteilen, könnte durchaus zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit in der Altstadt für alle Verkehrsträger führen. Allerdings wären mit einer solchen Maßnahme nicht unerhebliche Bau- und Unterhaltungskosten (Tunnelbauwerk) verbunden. In der Abwägung für eine solche Vision sind neben den hohen Baukosten auch Aspekte der Rampenlängen und Verzweigungen für den Tunnel (z. B. Anbindung Rheinstraße und Schillerplatz) zu bedenken."
Viele Grüße von der Moderation

Sicher fehlt nach dem Vorbild einiger Städte bspw. des Ruhrgebiets auch eine Variante mit Citybahn-Unterfahrung im weiträumigen Bereich des Hauptbahnhofs, zur Schaffung neuer Räume im engen Stadtgebiet von Mainz. Die untere Ebene dort existiert bereits, müsste nur entsprechend ausgebaut und angeschlossen werden. Auch Karlruhe kam im größeren Maßstab nicht darum herum. Es geht um die Verkehrssicherheit der Fußgänger und die Zukunftsfähigkeit des Verkehrsmittels auf der jetzt diskutierten Neubaustrecke.