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Variante: Quintinsstraße/ Ludwigsstraße

Bei der Variante Quintinsstraße/Ludwigsstraße fährt die CityBahn auf der südlichen Rampe der Theodor-Heuss-Brücke. Ab der Rheingoldhalle ist die Straßenbahn in Mittellage auf der Rheinstraße bis in die Quintinsstraße unterwegs.

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Nächster Vorschlag

Hochschule Mainz

Die Fachplaner plädieren dafür, die CityBahn über die bestehende Mainzelbahn-Strecke bis zur Endhaltestelle Hochschule (Plaza) zu führen.

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Betriebshof Mainz

Betriebshof Mainz aus der Sicht von oben

Eine Mitnutzung der Mainzer Straßenbahninfrastruktur durch die CityBahn ist fester Bestandteil der Strategie der Städte Mainz und Wiesbaden und somit Planungsvorgabe. Die Hauptwerkstatt in Mainz übernimmt die Instandsetzung der CityBahn-Fahrzeuge, sodass in Wiesbaden lediglich betriebliche Abstellanlagen erforderlich werden, an denen Fahrzeuge geparkt und gereinigt werden können. Somit reduziert die Mitnutzung des Mainzer Betriebhofs die Kosten des Projektes deutlich.

Aufgabe:
Eine Mitnutzung der Mainzer Straßenbahninfrastruktur durch die CityBahn soll die Kosten des Projektes deutlich reduzieren.

Vorteil:
Die Infrastruktur, das Know-how und die langjährigen Erfahrungen mit dem Straßenbahnbetrieb der Mainzer Mobilität können in die Beschaffung und Instandsetzung der CityBahn-Fahrzeuge einfließen und führen zu wirtschaftlicheren Ergebnissen.

Nachteil:
Durch die Mitnutzung der Mainzer Straßenbahninfrastruktur durch die CityBahn entstehen keine Nachteile.

Bewertung:
Im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit der Städte Mainz und Wiesbaden bietet die Mitnutzung der Mainzer Straßenbahninfrastruktur durch die CityBahn deutliche Kostennvorteile mit zumutbaren betrieblichen Einschränkungen.

Kommentare

Mein Vorschlag ist, ein Richtungsgleis gleich ab Brücke über Rheinallee zum Depot zu führen, und auch die Linie 52 darüber zu führen.
Über Bismarckplatz und Osteinrampe hinab könnte es in eine Tiefebene mit Haltestelle quer zu den DB-Gleisen verlaufen und wieder aufwärts zur Binger Straße und Saarstraße. Die Hauptstrecke wäre aus der Kaiserstraße, unterhalb Schottstraße.

Wie man in der Presse lesen konnte, plant der RMV die Anschaffungen von Zügen mit Brennstoffzellentechnik, welche mittlerweile wohl sinnvoll verfügbar ist. Wäre eine Nutzung dieser Technologie für die Citybahn nicht sinnvoll? Die geplante Verlängerung in den Untertaunus wäre leichter zu realisieren, auch würde durch den Entfall der Oberleitungen das Stadtbild in Mainz und Wiesbaden (sowie auf der Brücke) weniger beeinträchtigt, dies erhöht die Akzeptanz. Dies Bedingt jedoch die Nachrüstung des Betriebshofes Mainz mit einer Wasserstofftankstelle.

Moderationskommentar

Hallo Herr Kettenbach,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Hierzu haben wir vom Planungsteam folgende Antwort erhalten:

"Sehr geehrter Herr Kettenbach, vielen Dank für Ihre Frage. Die Triebzüge mit Brennstoffzellen-Antrieb, die Ende 2022 für den RMV auf nicht elektrifizierten Strecken Dieselzüge ersetzen, sind für den Straßenbahnbetrieb nicht geeignet. Es handelt sich um Eisenbahnfahrzeuge, die in dieser Form nicht mit einem Straßenbahnnetz kompatibel sind. Die technischen und betriebswirtschaftlichen Entwicklungen im Nahverkehr beobachten wir selbstverständlich weiterhin ganz genau und prüfen dabei auch mögliche Anwendungsfelder für die CityBahn.

Bezüglich der Brennstoffzellentechnik bleibt zunächst abzuwarten, inwieweit der Durchbruch im Stadtbuslinienverkehr wirtschaftlich erfolgreich gelingen kann. Hierzu leisten die Mainzer Mobilität und ESWE Verkehrsgesellschaft einen wichtigen Beitrag. Gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen in Frankfurt am Main beteiligen sich ESWE Verkehr und Mainzer Mobilität an dem EU-Projekt „H2Bus Rhein-Main“, das den emissionsfreien Nahverkehr mit Brennstoffzellen-Bussen demonstrieren soll. "

Freundliche Grüße
Petra Schröter (Moderation)

es gibt sehr viele neue Techniken rund um Busse und Bahnen im ÖPNV, die dringend untersucht werden müssen, bevor man die langsame Mainzer Straßenbahn mit ihren altmodischen und unansehnlichen Oberleitungen blindlings übernimmt.

Selber mehrfach in Bordeaux erlebt: Die Straßenbahn dort fährt weitaus ruhiger, deutlich zügiger, stört das Stadtbild nicht, weil oberleitungsfrei. Zusätzlicher Vorteil die Kompatibilität mit Eisenbahnspurweite.
Bordeaux ist mit etwa 250.000 Einwohnern, der Lage an der Garonne, mit Mainz über u.a. über die "Grat Wine Capitals" verbunden.
Anstatt die technisch rückständige Mainzer Straßenbahnlösung mit der 100 Jahre alten überholten Oberleitungstechnik jetzt auch noch nach Wiesbaden zu verlängern kann ich nur hoffen, daß die Verantwortlichen endlich den Mut finden, gemachte Fehlentscheidungen nicht immer weiter zu verfestigen.

APS erhöht die Kosten für den Streckenbau auf rund das Doppelte gegenüber herkömmlicher Oberleitung und ist daher höchstens auf kurzen, städtebaulich besonders sensiblen Abschnitten sinnvoll (wenn man nicht gerade einen Goldesel im Betriebshof stehen hat). Hierfür gibt es allerdings in letzter Zeit auch verschiedene andere technische Lösungen mit fahrzeugseitiger Energiespeicherung (Akkus oder Kondensatoren), die ohne die aufwändige Infrastruktur auskommen. Bordeaux (und andere französische Städte) zeigen jedoch auch, dass man Oberleitungen auch städtebaulich ansprechend und dezent umsetzen kann und nicht mit den in Deutschland (auch in Mainz) üblichen massiven Masten, aufwändigen Hochketten und offenliegenden Abspannvorrichtungen.

Finde ich gut, aber was ist wenn eine Bahn ein Problem in Wi hat ? ist der Weg dann nicht zu weit ? Wäre eine "kleine" Wartungshalle im ESWE Depot nicht sinnvoll ?

Moderationskommentar

Hallo Urs,

vielen Dank für Ihre Teilnahme am Online-Dialog. Wir haben vom Planungsteam folgende Antwort auf Ihre Frage erhalten:

Hallo Urs, die CityBahn GmbH wurde im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Wiesbaden und Mainz gegründet, um das Konzept eines gemeinsamen Straßenbahn-Netzes für beide Landeshauptstädte umzusetzen. Da Mainz bereits über einen betriebshof verfügt, kann die CityBahn dort problemlos gewartet werden. Der Bau der CityBahn-Strecke wird nach dem Planfeststellungsbeschluss ausgeschrieben und anschließend an entsprechende Baufirmen vergeben.

Freundliche Grüße
Petra Schröter (Moderation)

Gibt es in der Region weitere Unternehmen, ob in privater oder öffentlicher Trägerschaft, die bei der Vergabe oder Ausschreibung von Aufträgen für Planung, Bau, Wartung infrage kommen?

Moderationskommentar

Hallo Daudi,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir haben diesbezüglich eine Antwort von den Planer*innen erhalten:

Vielen Dank für Ihre Frage. Zwar ist die Nutzung des Mainzer Straßenbahnbetriebshofs als Hauptwerkstatt vorgesehen, diese Planung schließt eine Abstellung von einem Teil der CityBahnen auf hessischer Seite jedoch nicht aus. Hierzu werden in der weiteren Planung Abstellgleise vorgesehen und geeignete Standorte geprüft.

Viele Grüße
Lukas Worgull (Moderation)

Die Mainzer Werkstatt für Reparatur und Wartung zu nutzen ist die beste Entscheidung überhaupt und macht die Citybahn erst wirtschaftlich interessant für beide Städte. Die Infrastruktur ist vorhanden und der Mainzer Betrieb alleine für eine Werkstatt eigentlich zu klein. Allerdings sehe ich ein Platzproblem für abzustellende Bahnen in den Betriebspausen, die keine Wartung benötigen. Während der Umbauphase der Bahnhofstraße wurden Bahnen über Nacht in Hechtsheim am Bürgerhaus abgestellt. Es hat nicht lange gedauert, und diese wurden großflächig mit Grafitti verschmiert, ein Problem dass in Mainz bisher nicht aufgetreten ist, da die Bahnen sonst im abgeschlossenen Betriebshof abgestellt werden. Soweit ich mich erinnere, wurde dann sogar ein Sicherheitsdienst engangiert, um die Bahnen in Hechtsheim zu schützen. In der Wiesbadener Planung kann ich eine abgeschlossene Abstellanlage nicht finden. Falls die Kapazitäten zum Abstellen aller Bahnen in Mainz ausreichen, finde ich es ok, aber Bahnen unbewacht irgendwo abzustellen, führt leider immer zu Vandalismus.

oben steht: "sodass in Wiesbaden lediglich betriebliche Abstellanlagen erforderlich werden, an denen Fahrzeuge geparkt und gereinigt werden können. "
Ich vermute, dass allein aus betrieblichen Gründen eine Abstellanlage in Wiesbaden zwingend erforderlich ist, da nicht alle Fahrzeuge ihre Fahrt im Betriebshof Mainz beginnen können.