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Bahnhof Wiesbaden Ost

Der Bahnhof Wiesbaden Ost hat mit sechs S-Bahn-Verbindungen pro Stunde nach Frankfurt ein immenses Potenzial. Da der Bahnhof jedoch schlecht an die Umgebung verknüpft ist, wird er eher schwach genutzt.

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Betriebshof Mainz

Eine Mitnutzung der Mainzer Straßenbahninfrastruktur durch die CityBahn ist fester Bestandteil der Planung.

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Bahnhofstraße / RheinMain CongressCenter

Bahnhofstraße / RheinMain CongressCenter

Die Bahnhofsstraße ist die wichtigste Verbindung zwischen Wiesbaden Hauptbahnhof und Wiesbaden Innenstadt. Der Öffentliche Personennahverkehr wird in der Bahnhofstraße künftig gestärkt, sodass CityBahn und Busverkehr freie Fahrtwege vorfinden. Die Zufahrt über den Kaiser-Friedrich-Ring ist dem Anliegerverkehr vorbehalten, in der Bahnhofstraße soll es zudem günstige Verknüpfungspunkte zum Busverkehr geben. Zudem wird in wenigen Monaten an der Stelle der alten Rhein-Main-Hallen eines der modernsten Kongresszentren Deutschlands neu eröffnet. Die größte Halle bietet über 5.000 Sitzplätze. Von der CityBahn-Haltestelle an der Ecke Bahnhofstraße / Rheinstraße wird das RheinMain CongressCenter mit wenigen Schritten erreichbar sein.
Soll der Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr) in der Bahnhofsstraße gestärkt werden?

Kommentare

Die Bahnhofstraße wird durch die geplante Vollsperrung für den Durchgangsverkehr dem Einzelhandel deutlichen Schaden zufügen.
Nicht nur 2-3 Jahre tiefgreifenden Baustellen (zunächst müssen ja ALLE Kanäle, Schächte, Leitungen und Medien ausgegraben und verlegt werden), wer dann als EZH noch überlebt hat bekommt den umsatzstarken Individualkunden ausgebremst.
Die Citybahn trennt - sie verbindet nicht und wird dem innerstädtischen Einzelhandel schaden !

Zuerst einmal ich bin gg. die CB. Ich halte sie für eine maximale Geldverschwendung die mehr Probleme schafft, als löst. Bei den Diskussionen muss ich teils den Eindruck bekommen, das einige meinen, das Pendler mit Absicht Staus verursachen oder nur durch Wi fahren, um alle zu ärgern. Da ich auch Pendler bin (ohne Alternative) kann ich versichern, das es so nicht ist. Ich musste teilweise deswegen durch WI durch, weil es über die A66 wg. Salztalbrücke (im Mai geht es wohl wieder los, falls nicht endlich ein Konzept erstellt wird) oder auf der anderen Seite Schiersteiner Brücke ich gar keine andere Wahl hatte. So ging es sehr vielen. Leider ist unser Baustellenmanagement ebenfalls Diskussionswürdig.

M.E. müssen die Verantwortlichen erst einmal entscheiden, was ihr eigentliches Ziel ist. Wiesbaden Autofrei zu machen wie es hier auch einige fordern ist eine Möglichkeit und nur Konsequent. Ein bisschen CB, bisschen Auto, zwischendrin Busse und paar lebensmüde Fahrradfahrer wird nicht funktionieren, gerade wenn ich dazu einzelne Straßen sperren will. Der Indivudalverkehr sucht sich immer ein Ausweichen, weil er meistens gar keine andere Wahl hat. Ich sehe das gerade in Bad Kreuznach. Dort wurden allerdings wg. Baustelle 2 Straßen für den Individualverkehr gesperrt. Hier ist die Überlegung auch die generell zuzulassen. Ergebnis: Pendler und Anwohner lösen sich nicht in Luft auf und dort war so komplettes Chaos, das man Straßen die eigentlich für Indivudalverkehr weitgehendst gesperrt waren aufmachen musste, damit der Verkehr überhaupt die Möglichkeit hatte abzufließen. Das wird hier nichts anderes. Ich vermisse hier ein Gesamtkonzept. Einzelne Straßen zu diskutieren geschweige zu sperren bringt nichts. Auch mal einfach mit einer Straße zu beginnen um Zeichen zu setzen kann es wirklich nicht sein.

Ihre Argumentation verstehe ich nicht. Selbstverständlich muss es einen Verkehrsmix geben, es können eben nicht alle zu Fuß gehen, oder Radfahren, oder Auto fahren, oder mit dem Bus fahren.
Für die Hauptachsen muss es einen leistungsfähigen Verkehrsträger im ÖPNV geben, das vorhandene Bussystem ist überlastet, also bleibt nur eine leistungsfähige Bahn zur Kapazitätserweiterung.
Was haben die Probleme mit der Baustelle auf der A66 mit dem ÖPNV zu tun?
Wenn es nach Ihnen ginge, würde gar nichts gebaut? Wo wäre dann die Lösung der Verkehrsprobleme?
Wäre es nicht vielmehr so, dass durch eine City-Bahn ein Teil des PKW-Verkehrs verlagert werden könnte, und Sie in der Folge dann im Berufsverkehr besser vorankommen könnten?

... aber zur Citybahn gab´s noch nie ein durchdachtes Gesamtkonzept. Sekundäreffekte hat hier noch niemand seriös berechnet. Insofern ist der Begriff "Bürgerbeteiligung" hier sehr schmeichelhaft.

Im Bereich um die Herrngartenstraße herum ist die Fahrbahn recht eng und ich vermute, dass man ohne Baumfällungen Bahntrasse und Fahrspuren nicht unterbringen kann (geschweige denn noch Radwege). Mein Vorschlag: In diesem Bereich die Gleise straßenbündig verlegen und die Durchfahrt nur für Bahnen, Busse und Radfahrer erlauben. Vorteile:

* Die Bäume können stehen bleiben.
* Der Verkehr wird deutlich beruhigt, weil der Durchgangsverkehr entfällt.
* Die Bahnen haben dadurch trotz straßenbündigem Abschnitt freie Fahrt, ebenso stehen die Busse nicht mehr im Stau.
* Die Anwohnerstraßen können weiterhin über die Bahnhofstraße erreicht werden.

Wenn ich in Wiesbaden den Bahnhof verlasse und in die Innnenstadt möchte bleibt mir Wahl zwischen vollen Bussen, die sich mühevoll den Weg durch die Autos bahnen, oder zu Fuß gehen; Begleitet von lärmenden Autos, die an Kreuzungen immer bevorrechtigt werden: Fußgänger unerwünscht.
Ich freue mich auf eine attraktive Bahnverbindung, die mir diesen Weg kompfortabel bei jedem Wetter abnimmt. So stelle mich einen angemessene Einfahrt in die Stadt vor.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass Besucher in großen Mengen mit dem Bus oder der Bahn anreisen werden und dann voll Begeisterung vom Bahnhof mit der Citybahn zum RMCC fahren werden. Die Bahnanbindung Wiesbadens ist ziemlich schlecht -- da verliert man beim Lesen des Fahrplans die Lust und spätestens am RMV Automaten beschließt man zu Fuß zu gehen. Vom Flughafen her wäre es immerhin vorstellbar, dass jemand mit der Bahn kommt und dann für die letzten Meter umsteigt.
Die meisten Besucher des Kongresszentrums werden mit dem Firmenwagen kommen, den in die Tiefgarage am Hotel stellen und entweder zu Fuß oder mit dem Taxi zu den jeweiligen Veranstaltungen gelangen. So viele Events mit großem Anteil lokaler Besucher, die eventuell den ÖPNV nutzen, wird es vermutlich gar nicht geben. Natürlich kommen die Mitarbeiter eventuell mit der Bahn, aber ob das so viele sind?
Um zu entscheiden, ob es Sinn macht die Bahnhofstraße in ein Fußgängerparadies zu verwandeln, müsste man erst einmal wissen, wie viele Busse und Bahnen dort denn fahren. Und wo sind die Einfahrten für Lieferanten und zur TG geplant? Aber sicher findet sich für alles eine Lösung ...

Ob tatsächlich die meisten Besucher mit dem Wagen kommen, hängt stark von der Veranstaltung und der jeweiligen Zielgruppe (Branche) ab. Bei meinem Arbeitgeber (öffentliche Institution) ist bei Dienstreisen die Bahnfahrt der Regelfall. Würde ich von weit entfernt zum RMCC fahren müssen, würde ich aber wahrscheinlich den Weg vom Bahnhof dorthin zu Fuß gehen und mich nach der Fahrt über ein wenig Bewegung an der (hier leider nicht ganz so frischen) Luft freuen.

Als Vertreter des Eigentümers des derzeit im Umbau befindlichen Einkaufscenters Lilien-Carré Wiesbaden, das gegenwärtig unter unserer Regie umfassend umgebaut, revitalisiert und betrieben wird, haben wir erhebliche Bedenken, was die Funktionalität der Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage des Lilien Carré bei Umsetzung der geplanten Variante 2 mit einer Haltestelle am Kaiser-Friedrich-Ring anbelangt.
Wir erwarten vom Vorhabenträger einen detaillierten Nachweis über die zu erwartenden Fahrzeugfrequenzen des PKW-Verkehrs am Kaiser-Friedrich-Ring bei einer Reduzierung von 3 auf 2 Fahrspuren, eine Aussage zu den Frequenzen der City-Bahn in beide Fahrtrichtungen sowie einen sich daraus ableitende Maßnahmenkatalog des Vorhabenträgers für einen störungsfreien PKW Ausfahrtverkehr aus der Tiefgarage des Lilien-Carré. Da im Hinblick auf die geplanten Streckenführungen und die daraus resultierenden Anpassungsmaßnahmen bei der Verkehrsführung des PKW Individualverkehrs diese Nachweise vom Vorhabenträger im Rahmen des späteren Planfeststellungsverfahrens ohnehin zu führen zu führen sind, ist eine frühzeitige Abwägung der zur Diskussion stehenden Haltestellenalternativen im Bereich des Wiesbadener Hauptbahnhofs aus Sicht des Eigentümers / Bertreibers des Lilien-Carré geboten. Die Tiefgarage des Lilien-Carré verfügt über ca. 800 Stellplätze. Die Genehmigung für die Errichtung des Lilien-Carré mit der Tiefgaragen Einfahrt und Ausfahrt am Kaiser-Friedrich-Ring wurde im Jahr 2004 von der Stadt Wiesbaden erteilt. Für den Umbau des Lilien-Carré wurden die Genehmigungen im Jahr 2015 und 2016 erteilt. Im Genehmigungsverfahren wurden keine Hinweise der Stadtplanung oder Straßenverkehrsbehörde auf das geplante Citybahn-Projekt mit einer Alternativhaltestelle in unmittelbarer Nachbarschaft zur Ausfahrt aus der Tiefgarage gemacht. Der Eigentümer hat einen langfristigen Mietvertrag mit einem Parkhausbetreiber bis zum Jahre 2030. Sollte die Tiefgarage bei den Kunden des Lilien-Carré - nach Realisierung der Citybahn, mit einer Haltestelle unmittelbar neben der Tiefgargenausfahrt und sich daraus ergebenden Behinderungen bei der PKW Abfahrt aus dem Center - nicht mehr angenommen werden, sind wirtschaftliche Einbußen beim Eigentümer des Lilien Carré zu erwarten. Diesem Risiko wird sich kein Eigentümer aussetzen, weshalb der weitere Planungsprozess des Projekts "Citybahn" aufmerksam verfolgt werden wird. Der Eigentümer / Betreiber des Lilien-Carré ist offen für Gespräche zu dem Vorhaben und wird daher auch den direkten Austausch im Rahmen der Infomessen suchen.

Moderationskommentar

Hallo JLL RAM,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir haben nun eine Antwort der Planer auf Ihren Beitrag erhalten.
Die Interessen der Anlieger und des Einzelhandels werden im Laufe der Planung selbstverständlich berücksichtigt. Im Sinne eines konstruktiven Austausches würden wir uns freuen, Sie auf der Infomesse begrüßen zu dürfen. Auch darüber hinaus stehen Ihnen die Planer der CityBahn GmbH für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Freundliche Grüße,
Svenja Bötticher (Moderation)

Vom Hauptbahnhof aus sollte die CityBahn nicht über die stark frequentierte Bahnhofstraße, sondern über die Friedrich-Ebert-Allee führen. Dort ist genügend Platz für eine eigene Trasse. Die Haltestelle könnte direkt vor Kongresszentrum und Landesmuseum und damit am Beginn der Wilhelmstraße liegen. Auch für das Abbiegen in die Rheinstraße wäre viel Platz. Die nächste Haltestelle könnte bereits in Höhe der Bahnhofstraße liegen, womit diese sowohl vom Hauptbahnhof als auch von der Rheinstraße aus an die CityBahn angeschlossen wäre.

Wenn die CityBahn nicht Hals-über-Kopf umgesetzt werden müsste (!?), könnte man in dem Bauvorhaben in der Bahnhofsstraße gleich noch einige Meter tiefer graben - und kostengünstig in offener Bauweise einen Tunnel für die S-Bahnen S1/S8/S9 bis zur Innenstadt anlegen. Der heutige Umstiegszwang am Hauptbahnhof bzw. der lange Fußweg zur Einkaufsmeile ist für Fahrgäste insbesondere aus dem überregionalen Bereich (Hochheim, Rüsselsheim etc.) völlig unattraktiv. In der Folge nutzen sie weiter ihren PKW ins Zentrum!

Etliche Städte sind diesen Weg in der Vergangenheit (u.a. Offenbach) oder aktuell (Leipzig, Karlsruhe) erfolgreich gegangen - mit viel größerem Aufwand als in Wiesbaden nötig. Warum also nicht auch hier?

Allein ein S-Bahn-Tunnel vom Hauptbahnhof in die Wiesbadener Innenstadt dürfte die Gesamtkosten der City-Bahn übersteigen, auch wenn es keine lange Strecke für die S-Bahn wäre. Man bedenke nur die geologischen Gegebenheiten in Wiesbaden mit seinen vielen Quellen - ein Innenstadttunnel dürfte viel davon versiegeln lassen oder die Wasserströme stark beeinschränken. Außerdem dürfte die Bauzeit eines solchen Tunnels über der Zeit liegen, die die City-Bahn braucht. Ganz zu schweigen von dem Chaos, wenn der komplette Bahnhofsplatz aufgerissen wird. Dagegen ist die Baustelle für die Straßenbahn ein Klacks.

Dass der HBF so weit außerhalb der Innenstadt liegt und dass die S-Bahnen damit dort enden, ist in der Tat ein Ärgernis. Der Vorschlag der Fortführung bis zum Dern'schen Gelände ist nicht neu, aber immer noch gut. Die Umsetzung dürfte allerdings nicht so einfach sein.

Auf welcher Grundlage behaupten Sie, die Mehrheit der Bürger lehne die Citybahn ab ? Wo gibt es dazu belegte Daten ?
Ich denke, Sie haben teilweise Recht mit Ihrer Vermutung, dass der Individualverkehr - zumindest ein Teil davon - aus der Stadt gedrängt werden soll. Allerdings geht es dabei um sinnvolle Reduzierung und Lenkung des Verkehrs. Und das ist auch gut so.
Das Argument, dass dann der Einzelhandel in der Innenstadt sterben würde, ist so alt wie die ersten Diskussionen um die Fußgängerzonen. Die Realität hat gezeigt, dass das Gegenteil der Fall ist.
Wenn Sie sich das uneingeschränkte Recht wünschen, jederzeit überall in der Stadt mit Ihrem PKW hin fahren und diesen abstellen zu können, so müssen Sie andererseits den Menschen, die in der Stadt leben, das Recht auf bessere Luft, weniger Lärm, mehr Platz, weniger Unfallrisiko und bessere Mobilität zugestehen. Aber selbst, wenn für Sie dieses Argument nicht zählen sollte, so stellen Sie sich doch einfach mal vor, wie "zügig" und "flüssig" Sie in Wiesbaden Ihre Ziele erreichen würden, wenn alle so denken und handeln würden.

Wenn der gesamte Aktionsradius- Arbeit, Freunde und Verwandte, Einkaufen, Unterhaltubg etc. sich in einem relativ kleinen Radius abspielt, braucht es nicht viel Aufwand oder Zeit für Mobilität. Ist die Menschendichte groß genug, funktionieren auch Massentransportsysteme, um Transportbedarf über größere. Distanzen einigermaßen kostengünstig zu bedienen. Sicher will oder kann ein Teil der Menschen so leben. Ein anderer nicht. Derzeit gibt es einen Deal - MIV-Nutzer subventionieren den urbanen Lifestyle als Ausgleich für die durchaus bewußten Zumutungen. Radler bekommen Extraflächen, ohne dafür, anders als Autofahrer, mit Steuern oder anderen Abgaben belastet zu werden, und ÖPNV wird ebenfalls großteils aus solchen Quellen finanziert, für deren Sprudeln generell auch eine allgemein hohe Mobilität sorgt. Man kann dieses Gleichgewicht natürlich aufkündigen. bzw. zu Lasten des MIV zu verschieben suchen. Nur wird dann irgendwann - ich würde sagen, bald - auch die andere Seite der Gleichung betroffen sein. Speziell das Autonome Fahren wird die Vorteilsbilanz massiv zugunsten des ländlichen Lebens verändern. Wer den urbanen Lebensstil mag, sollte sich dies vor Augen führen und seine Position nicht überreizen.

Hier mal eine selbst in der Zeitung gewünschte allgemeine Meinung zur Citybahn.
Die Masse der Bürger will diese Bahn nicht und empfindet sie als reine Geldverschwendung. Tarsächlich bringt eine CityBahn nur etwas wenn sie in etwa so großflächig wie die jetztigen Busverbindungen ist. Und das ist nie mehr einholbar. Stattdessen wird mit allen z.Zt. in der Diskussion stehenden Maßnahmen der Individualverkehr aus der Stadt gedrängt - das Todesurteil für die Stadt und deren Einzelhandel. teure Stadtwohnungen statt Parkplätze, Citybahn, usw. Ich habe heute schon kein Lust mehr nach Wiesbaden zu fahren. Ich möchte in die Stadt fahren wann ich möchte und dort auch mein verschiedenen Ziele ereichen können. Alle die nicht direkt in der Stadt wohnen und auch noch dort arbeiten haben von alle diesen Maßnahmen überhaupt keinen Vorteil. Sie dürfen sie nur mitfinanzieren dank Steuer. Na Dankeschön.

Die von Ihnen getroffenen Aussage und Annahme, dass eine Reduzierung des Individualverkehrs ein "Todesurteil für die Stadt und deren Einzelhandel" bedeutet, kann aus anderen Städten nicht bestätigt werden.
In Utrecht und Groningen in den NL, beides fahrradfreundliche Städte, zeigen Studien, dass Rad fahrende Kunden in der Innenstadt wöchentlich bis zu anderthalb Mal so viel Geld ausgeben wie ein Autofahrer. In San Diego (USA) auf dem La Jolla Boulevard wurde der Autoverkehr von 5 auf 2 Fahrspuren reduziert, deutlich mehr Fußgänger- und Radverkehr und um 30% gestiegene Einzelhandelsumsätze waren die Folge. https://www.cnu.org/publicsquare/2018/01/10/road-diet-bridges-barrier-bo...

Was nicht verwundert: sind Straßen ohne Autos schlichtweg attraktiver und ziehen entsprechend mehr (konsumierende) Menschen an.

Insofern: Führung über die Bahnhofstraße, ran an die Konsummeile über die Rheinstraße (mir persönlich sympathischer) und Wiesbaden wird gewinnen: an Aufenthaltsqualität und an Attraktivität z.B. für ein Shopping-Wochenende.

Lebenswert ist die Stadt durch Ihr vielfältiges und Einkaufs- und kulturelles Angebot, aber auch durch Grünflächen und Pläzte - aber bitte keine Autoparkplätze und -schneisen!

Moderationskommentar

Lieber Nutzer „Rassinger“,

vielen Dank für Ihren Kommentar zur CityBahn.
Um Kritik von den Bürgerinnen und Bürgern aus Wiesbaden und Mainz sichtbar zu machen und diese in die Planung zur CityBahn einzubeziehen, wird dieser Beteiligungsprozess durchgeführt.
Ich möchte Sie dennoch bitten, einen sachlichen Umgangston im Sinne unserer Dialogregeln (https://www.dialog.citybahn-verbindet.de/regeln) zu wahren und auf pauschalisierende Äußerungen oder Unterstellungen wie „die Meinung der Bürger interessiert niemanden im Rathaus“ zu verzichten.

Wir wünschen Ihnen weiterhin einen interessanten Online-Dialog!

Freundliche Grüße,
Svenja Bötticher (Moderation)

Ich gebe Ihnen völlig recht! Aber die Meinung der Bürger interessiert niemanden im Rathaus!

Woher nehmen Sie die Sicherheit oder den Glauben, für die Mehrheit der Bevölkerung zu sprechen?

Wiesbaden muss weg vom Autoverkehrskollaps. Wir marschieren munter auf die 300.000-Einwohner-Marke zu. Das wird sonst nicht besser!
Daher sind mutige Schritte nötig, die auch mal was kosten.
Und die Citybahn muss keineswegs die Buslinien vollflächig ersetzen, sondern es genügt, wenn sie Strecken mit (auch nur zeitweise) hohem Verkehrsaufkommen übernimmt die von Bussen nicht bewältigt werden können und die Buslinien so umstrukturiert werden, dass das Gesamtkonzept stimmt. Es ist völlig klar, dass hinterher eine Verbesserung rauskommen muss.

Ich zahle im Übrigen auch Steuer. Nur wird die derzeit auch dafür ver(sch)wendet, Leuten die mit ihren Luxusfahrzeugen von außerhalb kommen, Stellplatz im öffentlichen Raum mitten in der Stadt zu finanzieren (die Parkgebühren decken das nicht!). Auf diese Fläche besteht kein Anspruch und es ist sehr wohl Aufgabe der Politik, über eine bessere Nutzung derselben nachzudenken. Womit wir wieder beim Thema wären.
Es steht Ihnen im Übrigen zukünftig frei, mit Ihrem Wagen einen von Ihren und meinen Steuern finanzierten P&R-Parkplatz außerhalb der Stadt anzusteuern und mit einer mit Ihren und meinen Steuern finanzierten Citybahn dann weiter nach Wiesbaden zu fahren.
Wenn man Stimmen von Leuten hört, die im nahegelegenen Taunus wohnen, wünschen die sich im Gegensatz zu Ihnen durchaus eine Alternative zum Autofahren Richtung Wiesbaden. Ich glaube insofern nicht, dass wir in Wiesbaden Kaufkraftverlust durch die Citybahn erleben werden. Eher im Gegenteil.

Und wenn Sie gerne Auto fahren, drehen Sie doch einfach ein paar Runden im Taunus, statt die Wiesbadener Straßen mit zu verzustopfen.

Mit dem eigenen Auto in die Stadt fahren ist natürlich bequem und bei einer Kleinstadt auf dem Land sicher die sinnvollste Möglichkeit. In einer Großstadt gibt es aber schlicht und einfach Grenzen, wie viel Individualverkehr möglich und erträglich ist. Und ich glaube, dass sich der Autoverkehr immer so einpendeln wird, dass er für die Fahrer(innen) gerade noch erträglich ist. Wäre die Fahrt in die Stadt mit dem PKW nie mit Stau und Parkplatzsuche (bzw. -gebühren) verbunden, so würden wieder mehr Leute davon Gebrauch machen, bis dieser Sättigungseffekt (gerade noch erträglicher Verkehr) wiederhergestellt ist. Klar, wenn man Straßen und Parkhäuser nur massiv genug ausbaut, wird der Effekt irgendwann verschwinden und jeder erdenkliche Bedarf abgedeckt sein. Der Flächenbedarf dafür dürfte aber den der Citybahn weit in den Schatten stellen und es würde die Stadt sicher nicht attraktiver machen, mehrspurige Autostraßen bis in die letzten Winkel der Innenstadt zu haben.

"Von der CityBahn-Haltestelle an der Ecke Bahnhofstraße / Rheinstraße wird das RheinMain CongressCenter mit wenigen Schritten erreichbar sein." Dieser Satz soll manipulativ eine positive Einstellung zum Bau der City-Bahn hervorbringen. Der denkende und mündige Bürger kann durchaus erkennen, dass sich für den Besuch des RheinMain CongressCenters kein Vorteil ergeben wird, da die bisherige Busanbindung dasselbe bietet.

Ich denke, gerade den Busuchern der Stadt bzw. der Rhein-Main-Hallen sollte man ein modernes Verkehrsangebot machen, anstelle unbequemen Schaukelbusse.

Ich finde Straßenbahnen ein sehr sinnvolles ÖPNV-Konzept. Idealerweise als Normalspur-Bahn mit DB-Zugang (siehe Karlsruhe).
Grundsätzlich kann sowas aber nur funktionieren wenn das gesamte Verkehrskonzept geändert wird. Bei dem heutigen Individualverkehr in Wiesbaden ist eine zusätzliche Straßenbahn einfach nicht realistisch. Und dann noch Radwege (find ich klasse) dazu. Hallo? Wie soll das gehen? Da reicht ja schon ein haltender DHL_Transporter und alles bricht zusammen. Von der irrsinnigen Idee, Fahrspuren z.B. am Kaiser-Friedrich-Ring zeitweise zum Parken freizugeben mal abgesehen. Also geht das ganze Straßenbahnkonzept nur, wenn die Innenstadt endlich autofrei wird! Park&Ride Anlagen an den Einfallstraßen und eine schnelle ÖPNV-Taktung bei günstigen Jahreskarten (in Wien kostet die Jahreskarte nur 365 Euro - d.h. 1 Euro pro Tag!!! - in Wiesbaden im günstigsten Abo fast 800 Euro!!!)

An anderer Stelle habe ich der Linienführung durch die Luisenstraße den Vorrang gegeben. Falls die Kurve von der Luisenstraße in die Bahnhofstraße zu eng sein sollte, dann sollte die Straßenbahn durch Wilhelmstraße und Friedrich-Ebert-Allee gelegt werden. Dann wären die Haltestellen unmittelbar vor den Eingängen von Hauptbahnhof und neuer Rhein-Main-Halle. Außerdem würden zwei rechtwinklige Kurven an der Rheinstraße vermieden. Da wohl in der Bahnhofstraße keine Haltestelle vorgesehen ist, wäre es für Straßenbahnnutzer in der Bahnhofstraße zumutbar, zur Haltestelle vor der Rhein-Main-Halle statt zur Haltestelle an der Ecke Bahnhofstraße / Rheinstraße zu gehen.

Wer denkt an die Anwohner, die zwischen der Bahnhofstraße und der Adolfsallee wohnen? Diese Straßen können nur über die Bahnhofsstraße erreicht werden. Schon heute hat die Bahnhofstraße zwischen Adelheid- und Albrechtstraße nur eine Spur in jeder Richtung, die sich Busse, Autos und teilweise auch Radfahrer teilen müssen.
Ich frage mich auch, warum die Bahn durch die Bahnhofstraße fahren muss, da es zwischen Rheinstraße und Hauptbahnhof ohnehin keine Haltestelle geben soll. Deshalb wäre die Ebert-Allee besser geeignet. Selbst wenn Busse (welche?) weiterhin an der Haltestelle Geschwister-Stock-Platz halten, bedeutet das häufigeres Umsteigen, was den ÖPNV für die Anwohner im Umfeld der Bahnhofstrasse, wo heute im 2-Minuten-Takt ein Bus in die Innenstadt fährt, weniger attraktiv macht.

Am Bahnhof sollte, wie es auch in anderen Städten umgesetzt ist, der Bhnhofsvorplatz für die Bahn mitgenutzt werden. Wenn die Dichte der Haltestellen gering sein soll, wäre ja nach dem Hbf. die nächste Haltestelle an der Ecke Rheinstraße. Ich würde es begrüßen, wenn die Bahn durch die Friedrich-Ebert-Allee geführt würde und dort direkt zwischen Museum und Rhein-Main-Hallen einen Haltepunkt hätte. Von dort dann eine Weiterführung durch die Wilhelmstraße und nach links in die Friedrichstraße.

Das ist sicher die bessere Lösung gegenüber der Bahnhofstraße. Die grüne Achse vom Kurpark über den neuen Platz vor dem RMCC zum Bahnhof ist für Fußgänger sehr schön und die Bahn nicht störend. Eine Haltestelle direkt vor dem Eingang ins Center wäre zu begrüßen , Platz ist vorhanden; Umstiege zu den Buslinien können dann am Bahnhof oder nördlich der Rheinstraße erfolgen. Im Prinzip hätte ich auch nichts gegen eine verkehrsberuhigte Bahnhofstraße, doch irgendwo muss ja der Verkehr hindurch. Dann also besser hier die Bahn entlangführen.

Die Wiesbadener Stadregierungen schaffen es seit über 20 Jahren nicht ein Fahrradverkehrswegenetz in Wiesbaden zu bauen. Dazu müßte dem Autoverkehr ca. 1,5 - 2m. der Straßenbreite abgenommen werden.
Jetzt soll eine City - Bahn gebaut werden, der mindestens eine ganze Fahrspur geopfert werden muß. Das ganze Vorhaben ist utopisch. Unsere Stadtregierung baut sich ein Denkmal auf Kosten der Steuerzahler aus Wiesbaden, Hessen, Deutschland. Welch eine Anmassung. Das Argument, bei mehr Stadtbussen, müssten die Busssteige verlängert werden, kann so nicht stimmen, da die Citybahn mindestens genauso lange Bahnsteige benötigt.
Es gibt genug Beispiele dafür, dass die veranschlagten Kosten hinten und vorne nicht ausreichen werden.
Bin mal gespannt, wenn der erste "Grüne" wach wird und feststellt, dass ja auch Bäume in der Innenstadt gefällt werden müßen. Wohl viel zu spät.
ESWE - Verkehr ist mit der Umstellung auf Elektro - Busse auf einem sehr guten Weg, der noch ausbaufähig ist. Wenn der Strom dann noch aus erneuerbaren Energieen gewonnen wird, gewinnt Wiesbaden noch mehr.

Sie haben völlig recht! Aber ich befürchte, dass sich die für dieses Wahnsinnsprojekt Verantwortlichen nicht dafür interessieren!

Elektrobusse sind Luftschlösser.
Erstens kann die Industrie nicht liefern, weil sie noch keine brauchbaren Produkte hat und alle Firmen nur ankündigen, aber nicht sagen, wann sie welche Produkte und in welcher Stückzahl liefern können.

Zweitens handelt es sich dann im Gegensatz zu Dieselbussen und Straßenbahnen um wenig erprobte Produkte mit allen Kinderkrankheiten, die solche Neuheiten über Jahre mit sich bringen. Schlimmstenfalls mit schweren Einschränkungen beim öffentlichen Nahverkehr.

Drittens gibt es diverse ungelöste technische Probleme, wie z.B. die Beheizung im Winter. Beim Bus gehen im Gegensatz zum PKW an jeder Haltestelle die Türen auf und ein erheblicher Teil der Wärme (bzw. gekühlten Luft im Sommer) geht verloren. Die Stadt Offenbach hat zusammen mit der Firma Cobus vor Jahren eine Buslinie probeweise auf Elektrobusse umgestellt und ist genau daran gescheitert. Die Fahrer mussten sich entscheiden, ihre Fargäste frieren zu lassen oder das Ziel nicht zu erreichen. Die Fahrzeuge wurden dann mit einer Ölheizung nachgerüstet (soviel zum Thema Emissionsfreiheit), und schließlich das Projekt eingestellt. Oberleitungsbasierte elektrische Straßenbahnen hingegen sind seit über 100 Jahren weltweit erprobte und gut marktverfügbare Technik, einschließlich Heizung und Klimaanlage. Keine Experimente!!!

Viertens haben schienengebundene Fahrzeuge systembedingte Vorteile:
- Höhere Begegnungsgeschwindigkeiten auf schmalerer Gesamtfahrbahnbreite für beide Richtungen, vor allem wenn Trassen exklusiv reserviert werden im Vergleich zu exklusiv reservierten Busspuren. Und Reservierte Busspuren müssen kommen, wenn Wiesbaden wie hochgerechnet weiter wächst. Dann kann man auf diese reservierten Spuren aber auch gleich Schienen legen.
- Zuverlässige dichte Heranführung an barrierefreie Haltestellen und schnelles Anfahren und Abfahren von dort
- Das Verlängern oder Verkürzen des Fahrzeugs ist bedarfsabhängig jederzeit einfach durch Koppeln/Entkoppeln von Triebfahrzeugen möglich. Doppelgelenkbusse, und die werden kommen, wenn wir keine Citybahn bekommen (Siehe oben zum Thema Bevölkerungszuwachs), kann man nicht bei niedrigem Bedarf verkürzen und es müssen dann mindestens drei verschiedende Bustypen im Depot vorgehalten und logistisch bei der Beschaffung vorgeplant werden, während man bei Straßenbahnen nur ein koppelbares Grundfahrzeug braucht.
- Man kann _eine_ Oberleitung (nicht zwei, wie bei O-Bussen) verwenden und braucht keine Akkus (jede Menge Sondermüll und wartungsintensive Komponenten werden vermieden).
- Wesentlich besserer Fahrkomfort als bei Bussen (die Wiesbadener Busse sind wirklich nicht bequem, eher dritte Klasse, es rumst und scheppert ständig und man bekommt ständig Schläge in den Hintern)
- Eine einfache mechanische Zwangsführung ist jeder Spurhalte-Elektronik überlegen.

Mir drängt sich bei vielen Argumenten gegen die Citybahn auf, dass diese von Personen kommen die überwiegend Auto fahren und möglichst nicht irgendetwas in den Weg geschafft haben möchten , was sie in ihrer "Freien Fahrt für freie Bürger" (O-Ton einer kleinen Klientelpartei in den 70er-Jahren, deren Name mir gerade entfallen ist) behindern könnte. Die kommenden Mobilitätsprobleme werden sich aber nicht durch noch mehr Autos und auch nicht durch die fixe Idee von Robotertaxis lösen lassen.

Ich bin für die Citybahn, aber nicht egal auf welcher Strecke. Weg von dem kleinstädtischen Denken, wir müssen in Wiesbaden auch mal größere Projekte mit definitiver Zukunftsperspektive anpacken, und wenn das dann auch was kostet, sei's drum, jeder private Häuslebauer finanziert sein Wohneigentum über Jahrzehnte weil er davon über Jahrzehnte was hat! Warum soll die öffentliche Hand, die nunmal infrastrukturelle Aufgaben hat, nicht auch große Investitionen tätigen?

Mittlerweile laufe ich an manchen Tagen ( vor allem montags) morgens lieber 25 bis 30 Minuten zu Fuß vom Westend zum Hauptbahnhof, um meine S-Bahn zu erreichen. Der Bus der Linie 1 schafft es oft leider nicht mehr, innerhalb der gleichen Zeitspanne vom Sedanplatz zum Bahnhof zu kommen. Grund dafür ist der vom Autoblech vollgestopfte 1. Ring, auf dem es bis auf einen kurzen Bereich zwischen Blücherstraße und Dotzheimer Straße keine Busspur gibt. Ob man jetzt mit den herkömmlichen Dieselbussen nicht vorankommt oder mit Elektrobussen, ist völlig egal. Wiesbaden braucht ein völlig neues Verkehrskonzept und -verhalten, damit diese chaotischen Zustände verschwinden. Hier geht es nicht um Denkmalsetzung und persönliche Eitelkeiten, sondern darum, ob eine Stadt in Zukunft noch lebenswert und menschenfreundlich ist.
Selbstverständlich hat jede/r das Recht, eine andere Meinung zur Citybahn zu haben. Aber es würde mich schon mal interessieren, wie oft die Kritiker der Bahn selbst im ÖPNV unterwegs sind und ob sie bei der Frage nach der Instandhaltung von Straßen und Parkplätzen die Kosten eben so kritisch im Blick haben wie bei der Citybahn.

Schon mla daran gedacht, dass auch eine Straßenbahn mit Strom fährt und somit erneuerbare Energien nutzt? Das schon seit über 100 Jahren und ohne Probleme - dass jetzt Busse plötzlich auch mit Strom fahren, ist toll, aber warum auf ein neues Modell setzen, wenn die Bahn schon so lange erprobt ist?

Von dem Argument, dass Bussteige verlängert werden müssen, habe ich hingegen noch gar nichts gehört. Noch mehr Busse können auch vielen Strecken nicht mehr eingesetzt werden, da diese sich nur gegenseitig blockieren. Dagegen schafft nur eine Straßenbahn Abhilfe, die mit langen Fahrzeugen und einer eigenen Trasse eine wesentlich höhere Kapazität hat als ein Bussystem.

der Hauptbahnhof ist ein zentraler Eingang zur Wiesb.Innenstadt - die Bahnhofsstr. sollte ein Flair bekommen, dass hier schon das" Erlebnis Wiesbaden"beginnt:
die grosse Kreuzung Bhf.str.-Ring sollte direkt ohne Umwege zu kreuzen sein,
durch die Bahnhofsstr. fahren Busse u. Anlieger max. 30kmh

Fußgänger u. Radfahrer haben genügend Platz

... und optimalerweise wird der Motorisierte Individualverkehr vor dem Bahnhof unter die Erde verlegt.

Ich finde das Projekt CityBahn ebenfalls großartig und begrüße die Idee, die Bahnhofstraße für MIV zu sperren. Dadurch gewinnt man Platz für getrennte und sichere Spuren für Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV. Eventuell mit Rasengleis und neuen Bäumen. Bitte unbedingt die momentan sehr schlechte Situation für Fahrradfahrer verbessern. Ein durchgehender zweispuriger Fahrradweg ohne abgesenkte Bordsteine und getrennt von den übrigen Verkehrsteilnehmern wäre genial!

Eine Verkehrswende muss mutig sein und ein Schritt wie dieser bringt einen großen Fortschritt an Lebensqualität und eine ernsthafte Stärkung der Alternativen zum Auto!

Die meisten bisherigen Kommentare wollen eine MIV-freie Bahnhofstraße. Ich nach Möglichkeit auch!
Allerdings wohnen seitlich der Bahnhofstraße viele Leute. Die Bewohner zum Beispiel in den Straßen zwischen Bahnhofstraße und Adolfsallee sollten dennoch an ihre Wohnungen kommen. Entweder wird die Oststraße der Adolfsallee zweispurig, aber wo soll gewendet werden? Oder die Adolfsallee wird zum reinen Zubringer in dieses Gebiet und die Bahnhofstraße führt den Verkehr ab. So wird die Bahnhofstraße zwar nicht gänzlich MIV-frei, aber immerhin eine Spur weniger. Ob diese MIV-Spur nach Norden Richtung Rheinstraße führt oder nach Süden, es wird immer Gewinner und Verlierer geben.

Noch schwieriger wird das Stück Bahnhofstraße nordwärts ab Rheinstraße. Eigentlich ist das nur noch ein Zubringer zu Aldi (bald nicht mehr) und zu den Parkhäusern Dernsches Gelände und Karstadt. Die Parkhäuser sind nun mal da und ziemlich wichtig für die Fußgängerzone. Wenn die Zubringung zu den Parkhäusern anders geregelt wird, kann der MIV-Verkehr dort so verringert werden, dass mehr Platz für den Umweltverbund bleibt. Zum Beispiel Einfahrt zu den Parkhäusern nur noch von der Wilhelmstraße über die Luisenstraße - Bahnhofstraße (Abbiegen zur Tiefgarage Dernsches Gelände) und Friedrichstraße zum Karstadt-Parkhaus. Abfahrt für beide über Friedrichstraße Richtung Wilhelmstraße. Eine Spur Bahnhofstraße und das zweite Teilstück Luisenstraße (zwischen Luisenplatz und Bahnhofstraße) wäre dann MIV-frei.

Ich bezweifele, dass die Wilhelmstraße, die bereits jetzt zu ,,Stoßzeiten'' stark belastet ist, das steigende Verkehrsaufkommen bei solch einer Lösung verkraften könnte.

Ja, ja, ja - der Umweltverbund sollte nicht nur gestärkt werden, er sollte einziger Nutzer der Bahnhofstraße sein. Einfahrt für Anlieger mit nachgewiesenem Stellplatz bzw. zum Be- und Entladen ist erlaubt, darüber hinaus nur Taxi, CityBahn, Bus, Rad und Fußgänger.

Im Übrigen könnte man das jetzt schon mal verproben - oder spätestens, wenn die RMCC-Baustelle beendet ist: einfach mal die Bahnhofstraße für PKWs sperren und schauen, ob's funktioniert und wie. Werden die Friseure pleite machen oder entwickelt sich plötzlich eine ganz andere Stadtkultur an dieser Achse? Gibt's dann plötzlich Cafés mit Außenbewirtschaftung statt einen Haufen Blech?
Einen Versuch wäre es wert - bis die CityBahn - hoffentlich - kommt, vergehen ja noch ein paar Jahre, leider.

@ wi-west: sorry, das liest sich ähnlich wie mein Vorschlag. Ich habe gleich losgelegt und den ersten Kommentar beantwortet, ohne nach unten zu scrollen. Kein Ideenklau....
Schön zu lesen, dass noch mehr Menschen sich die Einfahrt vom Bahnhof in die Innenstadt anders vorstellen können!
Ich fahre (arbeits-)täglich dieses Teilstück mit Rad oder Bus und bin jedes Mal froh, wenn ich das überwunden habe. Ohne PKWs wäre wesentlich entspannter und schneller.

Die Idee einer MIV-freien Bahnhofstraße gab es vor ein paar Jahren schonmal. Eine gute Idee. Wenn denn dann ÖPNV und Radverkehr dort fließen sollen, wäre es wichtig, dass diese Verkehre möglichst kreuzungsfrei unabhängig voneinander laufen. Wie mans nicht macht, sieht man an der Busschleuse vor der Rheinstraße in Richtung Innenstadt.

Off-Topic: Woran ist denn diese Idee gescheitert?
Ist doch interessant - gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit zeigt sich, dass der MIV auch für die Busse ein erhebliches Problem darstellt. Da muss dringend was passieren! Ich habe letzte Woche frühabends vom Bahnhof bis zur Haltestelle Wilhelmstraße fast 25 min gebraucht und mich geärgert, dass ich nicht gleich gelaufen bin.
Tatsächlich hoffe ich, es noch erleben zu dürfen, dass die Bahnhofstraße für PKWs gesperrt wird.

Es sollte ein direkter Zugang von Citybahn zum HBF möglich sein, ohne drei ampelphasen an den Fußgängerüberwegen "durchstehen" zu müssen. Die Unterführung ist keine Alternative, wie die Massen an oberirdischen Fußgängern belegen.
Alternative könnte eine Ampelphase sein, die dem Fußgänger eine direkte Querung von den stadtseitigen Bussteigen zum HBF ermöglichen.

Die Bahnhofsstraße sollte nur für ÖPNV und nicht motorisierte Verkehrsmittel freigegeben werden. Es stehen genügend andere Fahrtmöglichkeiten zur Verfügung.

Dem ist wenig hinzuzufügen.
Die Bahnhofstraße bietet so in Zukunft ausreichend Platz für ÖPNV in Gestalt von CityBahn und Bussen sowie Radfahrer, wenn zum einen die Parkplätze auf den Straße entfernt werden und die Zufahrt in die Bahnhofstraße ausschließlich zum Be- und Entladen erlaubt ist bzw. PKWs von Anwohnern, die einen Stellplatz nachweisen können.

Das große Parkhaus des RMCC kann von Anwohnern ohne Stellplatz für ihre PKWs genutzt werden.
Das RMCC eröffnet im Frühjahr - worauf wartet die Stadt noch? In einem Verkehrsversuch könnte das Konzept Sperrung der Bahnhofstraße schon frühzeitig verprobt werden - lange, bevor die CityBahn dort entlang fährt. Ich gehe davon aus, dass die Reaktionen positiv sein werden.

Grüße Sie ,
Als Anwohnerin müste ich mit dem beruflich genutzten Auto zu meinem Parkplatz kommen.
Ansonsten ganz ihrer Meinung
Katja König