Biebricher Allee

Biebricher Allee

Die Biebricher Allee hat sich als schnellste Verbindung zwischen den Rhein-Stadtteilen und dem Hauptbahnhof erwiesen. Die Straße ist ausreichend breit für eine eigene CityBahn-Spur, sodass CityBahn und Autoverkehr sich nicht gegenseitig behindern. Durch die Erschließung der Wohngebiete entlang der Allee können viele potenzielle Fahrgäste angebunden werden. An der Biebricher Allee bleibt der Charakter der Baumallee erhalten. Der Fahrdraht lässt sich mit dem Baumbestand kombinieren.  
Im Bereich der drei Haltestellen: Soll in der Abwägung eher der Erhalt möglichst vieler Bäume oder der Erhalt einer eigenen Auto-Fahrspur Vorrang bekommen?

Kommentare

Moderationskommentar

Lieber User Nato96,
vielen Dank für Ihre Frage. Wir haben diesbezüglich eine Antwort von den Planerinnen erhalten:

Vielen Dank für Ihre Anmerkung. Unter https://www.citybahn-verbindet.de/presse/ finden Sie eine Reihe von Downloadmöglichkeiten. Unter anderem bieten wir dort FAQ und Factsheets sowie einige Infografiken zum Projekt an. Informationen zu einzelnen Planungsabschnitten befinden sich unter den entsprechenden Infopunkten auf der Karte unter https://www.citybahn-verbindet.de/planung-buergerbeteiligung/?no_cache=1. Zudem beginnen am kommenden Donnerstag die Infomessen. Die Termine der Infomessen in Wiesbaden sind wie folgt: 18. Januar im Schlachthof (Südost/Mitte), 23. Januar in der Hochschule RheinMain (Rheingauviertel/Westend), 25. Januar in der Galatea-Anlage (Biebrich), 30. Januar in der Johann-Hinrich-Wichern-Schule (Amöneburg/Kastel). Sie sind herzlich eingeladen, die Pläne vor Ort einzusehen und mit den Planern direkt ins Gespräch zu kommen.

Die Frage nach dem Bürgerentscheid können wir Ihnen leider nicht beantworten, da sie politischer Natur ist. Sollten Sie konkrete und sachbezogene Fragen oder Anmerkungen zum Planungsstand haben, würden wir uns freuen, wenn Sie sich am Dialog beteiligen.

Wir wünschen Ihnen weiterhin einen interessanten Online-Dialog!
Freundliche Grüße
Lukas Worgull (Moderation)

Dies würde mich auch brennend interessieren, warum es dazu keinen Bürgerentscheid gibt. Und warum keine Fakten genannt werden

Die Verantwortlichen Planer / Politiker haben ja regelrecht Angst vor einer Abstimmung der Wiesbadener Bevölkerung zur Stadtbahn.
Warum wird diese nicht durchgeführt bei einem so einschneidenden Projekt für Wiesbaden?

Bestehen bereits statistische Erhebungen zu welcher Tageszeit wieviele Personen den öffentlichen Nahverkehr nutzen?
Und fahren auch in aufkommensschwachen Zeiten die Bahnen mit einer Kapazität 480/240 Personen?

Herr Sidiani räumt im WK eine das die Citybahn (CB) auf der Biebricher Allee nur 3 Haltestellen haben soll. Die restlichen bestehenden Haltestellen werden auch weiterin von Bussen angefahren. Wie soll nun eine gemeinschaftliche Lösung von CB, Bussen und PKW- und Fahrradverkehr aussehen?
CB hält an einer Haltestelle. Wird aus Sichheitsgründen der Verkehr von Bussen und Individualverkehr gestoppt z.B. durch Ampeln. Wenn es so zu Staus kommt werden auch die Busse nicht mehr planbar pünktlich sein können. Wie ist hier die Planung?

Moderationskommentar

Lieber User Vamue,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage. Wir haben diesbezüglich eine Antwort von den Planerinnen erhalten:

Die CityBahn soll auf der Biebricher Allee auf einer separaten Fahrspur fahren, um den übrigen Verkehr nicht zu behindern und selbst leistungsfähiger zu sein.

Wir wünschen weiterhin einen interessanten Online-Dialog!
Freundliche Grüße
Lukas Worgull (Moderation)

Bis jetzt ist es mir noch nicht klar was der Begriff "eigenes Gleisbett" für die Biebricher Allee bedeutet? Werden die Schienen in den Strassenbelag
eingelagert, sodaß auch andere Verkehrteilnehmer diese Spur noch mitbenutzen können, oder ist dies ein offenes Gleisbett, sodaß die Allee nicht mehr in allen Abschnitten überfahrbar wird? Also zum Beispiel ein Abbiegen auf die A66 unmöglich macht wenn man aus der Innenstadt kommt.

Moderationskommentar

Lieber User Vamue,
vielen Dank für Ihre Frage. Wir haben darauf eine Antwort der Planerinnen erhalten:

Beides ist korrekt. Um den übrigen Verkehr nicht zu behindern und selbst leistungsfähiger zu sein, soll die CityBahn zwischen Theodor-Heuss-Brücke und HSRM auf einer eigenen Fahrspur unterwegs sein. Diese Fahrspur kann jedoch von Pkw an Übergängen und Kreuzungen gequert werden. Das Abbiegen auf die A66 wird weiterhin möglich sein.

Wir wünschen weiterhin einen interessanten Dialog!
Freundliche Grüße
Lukas Worgull (Moderation)

Wenn man sich zum Ziel setzt, den Autoverkehr aus der Stadt zu verbannen und als einzigen Vorschlag hierfür die Citybahn aufführt, erwarte ich eine Studie, die die Wirksamkeit der Bahn zum Erreichen des Ziels untermauert. Sind denn all die mit dem Auto angereisten bereit, auf die Bahn umzusteigen? Welchen nutzen sehen die Autofahrer in der Bahn? Denn der Nutzen sollte den Nutzen den Verkehrsmittels Auto übersteigen, damit ein Umdenken einsetzt.
Ein weiterer Irrsinn: Wenn auf der Biebricher Allee die City-Bahn-Haltestellendichte mit über 600 Meter Abstand die dem Bürger über den gültigen Nahverkehrsplan zugesagten 300 Meter bei weitem übersteigt, heißt das ja wohl, dass Busse weiterhin auf der Biebricher Allee verkehren werden. Wer glaubt denn nun, dass ein Fahrgast mit einer Bushaltestelle um die Ecke 300 Meter mit dem Bus fährt und dann in die Citybahn umsteigt? Da bleibt man doch wohl im Bus sitzen.

Die Biebricher Allee mag zwar die schnellste Verbindung zwischen den Rhein-Stadtteilen und dem Hauptbahnhof sein, eignet sich meiner Meinung nach aber nicht für die Citybahn plus Autoverkehr. Wo sollen die Fahrgäste einsteigen, die bisher mit der Buslinie 4,14 und 47 fahren? Wenn die Citybahn tatsächlich über die Biebricher Allee fahren muss, sollte der Autoverkehr auf jeden Fall eingeschränkt werden. Der Vorschlag eines Mitbürgers, zumindest den Abschnitt zwischen 1. und 2. Ring für MIV zu sperren, wäre das Mindeste! Ich fürchte, der Charakter der Allee mit den überwiegend schönen alten Häusern würde nicht bestehen bleiben. Im Zweifelsfall Bäume erhalten statt Autofahrspur!
Nicht zu vergessen: die Radfahrer! Bisher gibt es in den Nebenspur-Straßen ausgesprochen gefährliche Situationen für Radfahrer, wie z.B. in Richtung Hbf. zwischen Alexandrastr. und Fußgängerampel, wenn in Gegenrichtung einbiegende Autos auf die Nebenspur-Str. Radfahrer zu spät wahrnehmen. Mein Vorschlag für die Allee wäre: Tempo 30 für Busse und Autos, jeweils 1 Spur sowie mehr Übergänge für Fußgänger.
Für die Citybahn-Spur in Richtung Stadt eignet sich meiner Meinung nach viel besser die Mainzer Str., weil dort Firmen, Behörden usw. angesiedelt sind und mehr Platz für Autoverkehr plus Citybahn ist.

Eine Streckenführung über die Biebricher Allee, die de facto 4-spurig genutzt wird und trotzdem heillos überlastet zu entsprechenden Spitzenzeiten mit hohem Verkehrsaufkommen, ist vollkommen unsinnig und contraproduktiv.

Die Diskussion der City-Bahn macht mich wahnsinnig. Wer möchte das Prestige Projekt? Der Normalo - auch Bürger bezeichnet - würde gerne mal ein ausgereiftes Gesamtkonzept für den Verkehr in Wiesbaden sehen und ausgearbeitet haben. Jetzt "doktort" man mit der City-Bahn. Die City-Bahn ist völlig unnötig auf der Strecke, die vorgeschlagen ist. Der Busverkehr ist völlig ausreichend (und ich bin Busfahrer) - die Bahn wird keinen Autofahrer zusätzlich zum Busfahren bzw. City-Bahn fahren ermuntern. Der Verkehr für Fußgänger/Fahrradfahrer/Autofahrer/Busse ist schon so ausgelastet auf der Biebricher Allee (und der geplanten Strecke), daß es nicht zu verantworten wäre - allein durch die anstehenden Baumaßnahmen - dies den Bürgern und Anwohnern zuzumuten. Da werden Millionen an Geldern ausgegeben, weil "man" das so möchte - zusätzlich werden Gelder ausgegeben, um die Bürger zu "überzeugen", daß nur das was Gutes ist...ich finde es sehr traurig und fragwürdig. Nüchtern betrachtet, braucht man auf dieser Strecke kein neues Verkehrsmittel, aber es wird wie immer kommen - der Bürger kann gackern und am Ende will man das einfach für Wiesbaden und dann wird das so gemacht - und der Bürger muß mit der zusätzlichen Belastungen (Lärm, Baumaßnahmen, Verengung der Geh und Fahrwege, Wegfall von Parkraum, Gelder etc.) Leben...

Über 50 % der Wiesbadener nutzen den ÖPNV (jetzt noch Busse), das Fahrrad oder gehen zu Fuß. Viele haben sich bewußt für den Verzicht auf ein Auto entschieden oder nutzen es nur selten (z.B. für größere Einkäufe). Sie haben ein Interesse an einem Qualitätssprung im Verkehrsangebot und auch ein Recht darauf, denn auch sie sind Steuerzahler. Doch was bestimmt stattdessen das Stadtbild? Das Auto. Doch so kann es nicht weitergehen! Der Busbetrieb in Wiesbaden ist längst an seine Grenzen gestossen. Ich bin die ständigen Verspätungen oder den Ausfall von Bussen auf den von mir genutzten Linien (dazu zählt vor allem die Linie 6) leid.

An die Citybahn-Gegner: Schauen und hören Sie sich die Stadtbahnen / Trams in anderen Städten (hier vor allem Straßburg, Reims oder Nizza an, um nur einige zu nennen die ich aus eigener Erfahrung kenne) doch mal vorurteilsfrei an! Das ist Qualität im ÖPNV und im öffentlichen Straßenraum. Gerade in der Straßburger Innenstadt wird durch die Tram der Straßenraum den Menschen wieder zurückgegeben zum abgasfreien Einkaufen und Bummeln.

Wiesbaden möchte ja immer gern das "Nizza des Nordens" sein, das wahre Nizza hat seine eigenen Qualitäten und eine leise und sich in die historische Bebauung einfügende Tram! Abschnittsweise sogar ohne die ach so "schreckliche Oberleitung"!

Sie sprechen mir so aus der Seele, ich stimme vollkommen überein.
Die Verantwortlichen Planer / Politiker haben ja regelrecht Angst vor einer Abstimmung der Wiesbadener Bevölkerung zur Stadtbahn.
Warum wird diese nicht durchgeführt bei so einem einschneidenden Projekt für Wiesbaden?

Eine Tram vor unserer Haustür in der Biebricher Allee - und darüberhinaus für Wiesbaden - würde mir sehr gut gefallen. Allerdings kann ich mir immer noch nicht vorstellen, wie das konkret aussehen könnte. In der Planung heißt es der "Charakter der Baumallee" soll erhalten bleiben. Bitte, was ist mit "Charakter" konkret gemeint:
a) bleiben die Bäume am Rand der Hauptfahrbahn so stehen, wie sie stehen (bis auf die Haltestellen),
b) werden sie gefällt (auf einer oder auf beiden Seiten) und der "Charakter" einer Allee bleibt irgendwie dennoch (evtl. durch Bäume in deb Vorgärten),
c) werden an Stelle der jetzt stehenden Bäume neue gepflanzt?
Und wie dann weiter:
d) hat die Citybahn in der Biebricher Allee eine eigene Trasse?
e) wenn ja, und wenn der Rest der bisherigen Hauptfahrbahn für eine Busspur (siehe Skizze) reserviert wird, wohin dann mit dem normalen Verkehr?
f) welche Funktion werden dann die beiden Einbahnstraßen zwischen den Häusern und den Alleebäumen haben?
Bei dieser wichtigen und liebenswerten Wiesbadener Ein -und Ausfallstraße halte ich eine deataillierte Vorabinformation wesentlich, um an ihr beispielhaft die Vorgehensweise des gesamten Projekts nachvollziehen und verstehen zu können

Sie sprechen mir aus dem Herzen... nur dann kann von den Bürgern objektiv des Projekt bewertet werden

Eine City-Bahn (Straßenbahn) erfordert eine aufwendige Infrastruktur! Gleiskörper, Schienen, Oberleitungen, Oberleitungsmasten, Weichen u. a.
Das Schienennetz ist starr, unflexibel und kein, den sich stetig wandelnden Beförderungswünschen der Fahrgäste, sich anpassendes System.
Warum dieser Hype? Wegen der hohen Subventionen von Bund und Land?
Wer stemmt später die hohen laufenden Betriebskosten und die Wartung eines schienengebundenen Systems. Das Projekt ist fiskalisch auf dünnem Eis geplant. Ein qualifiziertes, in die Zukunft gerichtetes Handeln ist nicht erkennbar.

Last not least:
Wir haben bereits schon eine City-Bahn?
In der Tat, die S-Bahn, die regelmäßig Wiesbaden und Mainz von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof auf dem Schienensystem der Bundesbahn verbindet. Die Taktfrequenzen sind ohne Probleme an den jeweiligen Bedarf anzupassen. Aber auch die S-Bahn ist schienengebunden und ungeeignet für die Innenstadt.

Was ist das Fazit:
Ein System!
Moderne, flexible Elektrobusse, die die Fahrgäste heute hier und morgen dort, an jeder, ohne großen Aufwand einzurichtenden Haltestelle, abholen können.

Die enormen Baukosten könnten sinnvoller eingesetzt werden. Die Stadt Wiesbaden ist mit der Anschaffung von Elektrobussen auf dem richtigen Weg. Ich bin ein strikter Gegner der City-Bahn. Und dieses Forum gibt eine zustimmende Haltung fast schon vor. Das ist in meinen Augen Manipulation des Bürgers.

Argument: Takt zu dicht, Konvois, zu langsam:
Lösung Teil1: Für die Busse eine eigene Trasse (elektrifiziert), dann fahren Busse wieder nach Plan und schneller
Lösung Teil 2: Linien teilen und individuellere Routen ermöglichen. So könnte eine Linie aus Biebrich über den 2. Ring und dann über die Rheinstraße (oder sogar erst über die Klarenthaler Straße Richtung Innenstadt fahren) Eine andere Linie könnte ab Hauptbahnhof weiterfahren Richtung Joho oder Erbenheim. Derartige Anpassungsmöglchkeiten gibt es sicher nicht nur auf "meinen" Strecken.

Argument: Busse zu klein und daher unwirtschaftlich.
Bitte mal bei Herstellern fragen. Züge können auch auf Straßen rollen. Ist nur eine Frage des Achssandes und der Länge der Segmente.

Argument: Busse behindern sich gegenseitig / Verstopfen die Innenstadt.
Lösung wie oben (Teil 2): Diversifizierung der Routen: Wenn nicht alle Linien durch die Louisenstraße fahren, verstopft da auch nichts.

Argument: Tempo macht die Bahn attraktiv:
Jain: Nahegelgene Haltestellen und kurze Taktzeiten (10 min und weniger) machen den ÖPNV in erster Linie attraktiv. Danach kommt Pünktlichkeit keit und damit Verlass auf Anschlussverbindungen. Bei großen Entfernungen sieht es dann anders aus. Dafür gibt es aber schon eine Expressverbindung: Von WI-HBF über Wi-Ost, Mz-Nord nach Mz-Hbf.

Fazit: Es gibt Alternativen, die viel günstiger sind:
- Taktzeiten auf der Bahnstrecke zw. Wi Hbf und Mz Hbf auf 10 min und weniger bringen
- Elektrisch fahrende, möglichst lange Fahrzeuge (Luftbereifte Züge) anschaffen
- Verkehrskonzept insgesamt anpassen:
- Busse auf mehr Routen verteilen mit Busspuren wo Staugefahr
- ÖPNV und Straßen durch besseres Radwegeangebot und damit Umstieg vieler Pendler, Schüler und Studenten aufs Rad entlasten

Mir geht es insofern ähnlich, als dass seltsamerweise keine alternativen Konzepte konstruktiv diskutiert werden:

Wenn es schon lange und schnellere Züge sein sollen - warum im Jahr 2022 noch schienengebunden?
So gibt es z.B. das Konzept, das demnächst auf Autobahnen für LKW getestet wird. Da wird an 1/3 der Strecke über Stromabnehmer geladen. Die folgenden 2/3 einer Strecke kann dann (so der Plan) ohne Oberleitung gefahren werden.

Wiesbaden hätte mit so einem System die Chance, ohne Schienen ein leistungsfähiges und elektrisches Transportsystem aufzubauen. Auch kleinere Fahrzeuge (Busse und LKW) könnten die Technik nutzen. Das wäre Innovation!

Dann ist da noch das Argument der höheren Systemgeschwindigkeit:
Tempo erreiche ich allein über die abgesetzte Bus/Zug-Spur. Von einem Ausdünnen des Haltestellennetzes halte ich nichts.

Das ist mir auch in den Sinn gekommen.

Ich erachte es als sinnvoll - wenn vielleicht auch erst im Zuge eines weiteren Ausbaus des Schienennetzes - für die Bahn einen Abzweig durch die Waldstraße zu realisieren. Dies würde nicht nur viele Waldsträßer "mitnehmen", sondern auch die Erreichbarkeit von Finanzamt und Europaviertel nebst VHS (durch das die Gleise in Richtung Loreleiring und Hochschule Rhein-Main zu führen möglich ist) ermöglichen. Sollte es einmal zur Anbindung des Untertaunus kommen, könnte die Trasse problemlos auch zum Dotzheimer Bahnhof geführt werden. Dies alles würde die Zukunftsbedeutung des Projektes insgesamt aufwerten und erklärbarer machen.

Stimmt, da fällt ihr doch gleich die Aartalbahn ein. Die Schienen liegen ja bis Aarbergen oder sogar bis Limburg?

Die Pendler aus dem Rheingau Taunus Kreis könnten dann auch gemütlich mit einem Zug nach Wiesbaden und Mainz fahren

Dass neben der Waldstrasse ein Schienennetz brach liegt, das den Taunus mit Frankfurt und Mainz verbinden könnte, wenn es denn reaktiviert würde, wird selten in Betracht gezogen. Ein erneute Inbetriebnahme wird abgelehnt mit dem Argument der Schienenbreite, der Kosten etc. Bitte zeigen Sie auf, in welcher Weise das geprüft wurde und geben Sie einen Hinweis auf die Quellen!

Als Anwohner und auch Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs an der Biebricher Allee verfolge ich mit Sorge das Projekt Citybahn. Für wen es auch immer Vorteile bringen mag. Die Anwohner der Biebricher Allee werden nicht profitieren. Schlimmer noch. Sie tragen die Nachteile des Projektes:

- Die komfortable Dichte von Bushaltestellen wird nach jetzigem Planungsstand entfallen. Gehzeiten zu den künftigen Bahnhaltestellen verlängern sich.
- Die Taktfrequenz von 4-5 Minuten der derzeitigen Linien 4, 14 und 47 wird die Citybahn nicht gewährleisten können. Damit gehen längere Wartezeiten einher.
- Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Baumbestand der Biebricher-Allee erhalten bleiben kann, wenn eine sichere Elektrifizierung per Oberleitung gewährleistet werden soll. Ich finde es dem Bürger gegenüber nicht fair, hier etwas anderes zu behaupten. Für die Haltestellen wurde ja bereits eine Einschränkung entweder für den Baumbestand oder den Autoverkehr eingeräumt.
- Schon jetzt ist die Biebricher Allee zu stark und schnell befahren. Wo soll da noch eine Citybahn hin ohne ein Verkehrschaos zu verursachen. Die Lösung kann doch wohl kaum sein, die verkehrsberuhigten Anwohnerstraßen zur Bahn- oder Durchgangsstraße zu erheben?!
- Wie sollen die Anwohnerhäuser mit den Erschütterungen durch die die Citybahn klar kommen? Schon die an und abfahrenden Busse an den Haltestellen führen zu Vibrationen in den Anwohnerhäusern.
- Ein Linksabbiegen aus den Wohnvierteln rechts und links der Biebricher Allee ist aktuell bei Hauptverkehrszeiten kaum möglich. Sollte eine Bahntrasse dazu kommen, wird das Linksabbiegen wohl der Vergangenheit angehören. Es werden lange Umwege mit dem Auto gefahren werden müssen, um zu seinem Zuhause zu kommen.
- Die Biebricher Allee zerschneidet schon jetzt das Wohnviertel auf der Biebricher Höhe. Ein Queren der Allee ist nur an den wenigen Fußgängerampeln möglich. Wenn es weniger Haltestellen in der Biebricher Allee gibt, werden die Fußgängerampeln bestimmt auch abnehmen. Die Citybahn braucht ja freie Fahrt.

Die einzige Alternative sehe ich in der flächendeckenden Ablösung der stinkenden Dieselbusse durch flexibel einsetzbare Elektrobusse.

Wenn man es genau wüsste, könnte man über Fakten sprechen... nur weil es in Frankreich so war, muss es nicht auch in Wiesbadener funktionieren. Ich sehe auch nur negative Punkte beim Bau einer City– Bahn

Oder aber die City-Bahn beruhigt und verlagert den Verkehr auf der Biebricher Allee dermaßen, dass die beiden Seiten der Biebricher Alle wieder zusammenwachsen. Man schaue sich nur mal die vielen neuen Straßenbahnen in Frankreich an, die dort den Verkehr deutlich beruhigt haben und ganze Wohnviertel wieder lebenswert gemacht haben, weil diese nicht mehr von tausenden durchfahrenden Autos zugelärmt werden.

Die Buslinien 4 und 14 fahren mit Riesenbussen in enger Taktung an der Kapazitätsgrenze, sie sind außerhalb der Randzeiten meist voll oder sehr voll. Das zeigt, dass zwischen Biebrich, auf ganzer Strecke bis zum Rheinufer, und der Innenstadt ein sehr hoher BEDARF an ÖPNV besteht, der mittels Busverkehr kaum weiter gedeckt werden kann. Die Citybahn wird also hier benötigt, um die Kapazität des ÖPNV noch weiter zu steigern und nicht auf der Mainzer Straße. Aber würde sich dadurch das hohe PKW-Aufkommen auf der Biebricher Allee reduzieren?
Ein Großteil des Verkehrs auf der Biebricher Allee entsteht m.E. durch den Autobahnanschluss, also Fahrten von/nach Richtung Frankfurt/Rheingau und durch den Einkaufsverkehr Richtung Äppelallee. Eine bessere Anbindung der Bau- und Einkaufsmärkte im Bereich Äppelallee, die die Biebricher Allee vom PKW-Verkehr entlastet, müsste m.E. parallel zum Bau der City-Bahn erfolgen.

Die Idee der besseren Anbindung der Äppelallee und des Rheingaus ist gut. Allerdings befürchte ich, dass viele Autofahrer nicht auf den ÖPNV umsteigen, wenn sie in den Baumarkt oder Möbel kaufen möchten. Interessant ist, wie viele Menschen wann wo zusteigen und wie lange wohin fahren, um die vollen Busse mit Schnellbussen gezielt zu entlasten. Dafür wären vielleicht mehr Busfahrer notwendig. Bei einer Stadtbahn bräuchte man nicht so viele. Irgendwann läuft sie ganz ohne ...

wäre aber hilfreich. Die Großmärkte an der Äppelallee sind natürlich nicht sakrosankt - denkbar ist, daß Wiesbaden diese gar nicht mehr haben will. Zum Teil lassen sich solche Einkäufe sicher online erledigen. Daß jemand seine Möbel- oder größeren Lebensmittelkäufe mit der Straßenbahn nach hause schafft, oder mit dem Bus, kommt mir nicht unbedingt realistisch vor. ich habe allerdings schon vor 30 Jahren in Japan erlebt, wie es auch gehen kann - man geht in den Laden, sucht sich seine Produkte aus, und bekommt sie dann mit einer zeitlichen Zuverlässigkeit (das ist wirklich entscheidend!) von maximal 2 Stunden zum Wunschtermin nach Hause geliefert. Das ist natürlich ein langfristiges Ziel, solche Services kosten auch Geld, aber hier wäre vielleicht mal eine ganzheitliche Betrachtung notwendig. Wenn Bürger eine solche Umstellung mehrheitlich wollen, sollte die Stadt so etwas auch umsetzen - nur sollte sie vorher mal fragen, entweder direkt in einer Bürgerbefragung oder indem sie die Citybahn - mit einer umfassenden Information auch zu Kosten und Nebenwirkungen - zum Thema der nächsten Kommunalwahl macht.

Ich denke wie andere auch, dass zur Entzerrung des Individual- und des CityBahnbetriebes die Einbeziehung der parallel verlaufenden Anwohnerstraßen sinnvoll wäre. Allerdings sollten die Sorgen wegen wegfallender Anwohnerparkplätze ernstgenommen werden. Dass angeblich wegen einer Oberleitung zig Bäume fallen müssen, halte ich für eine Horrorszenario und falsch. Hier wäre mehr Sachlichkeit nützlich.

Wir wohnen in einer parallel verlaufenden Anwohnerstraße. Sie ist komplett zugeparkt. Wohin mit den Autos? Sie ist schmal. Im Gegensatz zur Allee ist sie einigermaßen ruhig, was sich durch die Bahn mit einem Schlag ändern würde. Nicht zu vergessen die Erschütterungen, die sie auslöst. Schon einmal in Mainz im Restaurant gewesen, neben dem regelmäßig die Straßenbahn vorbeifährt?

Der Name ist Programm... es sind Anwohnerstrassen!!!!

schön heute fahren zu viele anderen diese Straßen und fahren deutlich zu schnell, was eine Gefahr für die Kinder darstellt. Desweiteren stehen denkmalgeschützte Häuser, die auch vor Emissionionen und Errosionen geschützt werden müssen.

Und es gibt auch noch die Menschne, die Anwohner, dies sich sicherlich auch über Parkplätze und auch weniger Lärm freuen. Die Biebricher Allee sollte definitiv nicht lauter werden!!!!

Wie wäre es, wenn die Protagonisten der City-Bahn statt schöngerechneter Wunschdaten á la Kassel-Calden mal Fakten liefern würden ?. Z.B.: Wie sieht eine barrierefreie Haltestelle in beiden Richtungen auf der Biebricher Allee in natura aus ? Oder - Wie sieht sieht die Bahn aus, die dreimal soviel Fahrgäste wie ein Gelenkbus befördern kann. Und wie kommt so ein Monstrum um die Ecken in der Innenstadt ?

Ja, Fakten wäre super... dann könnte man sich wirklich mal ein Bild machen....aber es steht ja schon alles in den FAQ. Warum sollten die Bürger denn dann noch mehr Informationen bekommen ?!

Ich lehne die Stadtbahn ab. Diese Stadt verträgt keine 5 Jährige Grossbaustelle. Die Biebricher Allee ist schon jetzt oft verstopft. Dann noch eine Grossbaustelle. Außerdem hat die Stadt Wiesbaden eine hohe Verschuldung. Erstmal sollten die wichtigen und notwendigen Dinge finanziert werden. Erstmal ein vernünftiges Radwegenetz. Und wieviele hundert oder tausend Bäume müssen für diese Bahn weichen?
Nicht mit mir. Die Stadtbahn wurde beim letzten Bürgerbegehren abgelehnt. Dabei soll es bleiben.

Moderationskommentar

Lieber User Nato96,

vielen Dank für Ihre Anmerkungen und Ihr Interesse an dem Online-Dialog zur CityBahn Wiesbaden. Wir haben diesbezüglich eine Antwort von den Planerinnen erhalten:

Ziel der CityBahn ist es, eine attraktive Alternative zum Pkw anzubieten und den Anteil des ÖPNV am Modal Split zu erhöhen. Momentan nutzen gut die Hälfte der Einwohner für ihre Alltagswege den eigenen Wagen – mit dem Öffentlichen Personennahverkehr sind aktuell nur rund 16 Prozent der Menschen unterwegs.

Die CityBahn ist Teil eines Gesamtkonzeptes für die Mobilität in Wiesbaden und Mainz, rund 200.000 Menschen erhalten direkten Zugang zur Straßenbahn. In Zukunft soll sie täglich 98.000 Fahrgäste transportieren. Das ist relevant, weil beide Landeshauptstädte weiter wachsen und diese Entwicklung auch der Öffentliche Personennahverkehr spiegelt: 2016 beförderten ESWE Verkehr und Mainzer Mobilität zum ersten Mal mehr als 105 Millionen Fahrgäste. Mittlerweile ist das engmaschige Busnetz in Wiesbaden an seiner Leistungsgrenze angelangt. Für eine Erhöhung der Abfahrtfrequenz fehlt auf den Straßen und an den Haltestellen der Raum.

S-Bahnen haben hingegen eine grundsätzlich andere Aufgabe als Straßenbahnen. Sie bedienen lange Strecken mit großen Abständen zwischen den Haltestellen. Die CityBahn soll dagegen eine schnelle, kleinräumige Bedienung mit kurzen Haltestellenabständen als Ergänzung zur S-Bahn sichern. Insbesondere Verbindungen in die Wiesbadener Innenstadt sind stark nachgefragt, die zentralen Verkehrswege daher häufig überlastet. Gerade hier soll die CityBahn für mit ihrer hohen Fahrgastkapazität für Entspannung sorgen. Insgesamt wird die CityBahn schneller als der heutige Buslinienverkehr sein.

Weiterhin wünschen wir einen interessanten Online-Dialog!
Freundliche Grüße
Lukas Worgull (Moderation)

Soweit ich weiß, wird die City–Bahn durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz bezuschusst, das Gesetz gibt jedoch nicht die City–Bahn per se vor.

Ich gehe davon aus, dass dies bei allen Vorplanungen berücksichtigt wurde und alle Alternativen explizit geprüft wurden und den Bürgern auch in aller Transparenz zur Verfügung gestellt werden, so dass Sie auch wirklich ein fundiertes Meinungsbild erhalten.

Folgende Punkte sind sicherlich interessant:

– der S –Bahn Verkehr Mainz—Wiesbaden ist hervorragend, warum also zusätzlich eine City Bahn
– alle Wiesbadener Bürger können dies durch den bisherigen guten ÖPNV nutzen und nutzen ihn auch, sofern keine andere Gründe für die Nutzung des PKW sprechen
– alle Bürger, die bisher mit dem PKW pendeln, haben sicherlich ihre Gründe, und ich wüsste nicht, warum sich diese Gründe wegen des Baus einer City–Bahn ändern sollte (na kla, wenn die Stadt die Straßenlast reduziert, kann man drauf hoffen, dass der ein oder andere Autofahrer doch noch umdenkt, aber was ist mit denen, die auf das Auto angewiesen sind ?? Es gibt genügend Gründe, nicht den ÖPNV zu nehmen. Ich persönlich würde sofort umsteigen, aber bin nicht in der Lage, das wird auch die City – Bahn nicht ändern, sondern nur meine persönliche Situation verschlimmern.
– Welche Vorteile hat der heutige Nutzer des ÖPNV durch die City –Bahn? Ich sehe nur einen weiteren Abstand der Haltestellen, das Fassungsvermögen von 480 Personen ist ja schön....aber zu welchen Stoßzeiten wird dies benötigt. Und Sie schreiben selbst, dass dies drei Gelenkbussen entspricht... also machbar?

– Emissionensfrei Busse werden eingeführt, was ist dann der Vorteil der City–Bahn, wenn ich emmisionsfrei zum HBF komme und dann die gute Verbindung nach Mainz nutzen kann?

Wie sind die Verkehrsmessum in der Biebricher Allee bezüglich des Grundes der Fahrt aus? Dr bereits erwähnte Baumarkt—Besucher wird sicherlich auch zukünftig nicht mit der S–Bahn fahren.

– Was ist mit einer Umgehung der Stadt für die Pendler aus dem Umland ?

Ich könnte noch etliche Fragen stellen, aber ich bin mir sicher, dass ich nicht auf alles eine Antwort bekommen werde oder die Antwort wird sein, dass man aktuell in der Feinplanung ist?

Zustimmen möchte ich auch, dass durch einen möglichen Bau in die Biebricher Allee definitiv dass Stadtbild nachhaltig beeinträchtigt wird. Das Argument, dass auch früher schon eine Bahn fuhr, kann ich nicht folgen, da früher auch eine andere Verkehrslast war....

Hinzu kommt es sicherlich auch zu Erschütterungen, die den denkmalgeschützt Häusern Schaden werden. Die Anwohner der Biebricher Allee, welche auf den PKW angewiesen sind, werden durch einen etwaigen Bau erhebliche Verkehrsstörungen erdulden müssen.

naja, meiner Meinung nach lesen sich alle Argumente der City Bahn GmbH bereits jetzt wie eine beschlossene Sache ? , oder täusche ich mich hier

Sie werfen hier sehr viele verschiedene Dinge in einen Topf. Ich stimme Ihnen zu, dass Wiesbaden ein vernünftiges Radwegenetz fehlt und dafür Geld benötigt wird. Dennoch wird auch eine Citybahn benötigt, nicht als Alternative sondern als Ergänzung. Das Geld dafür kommt zu einem großen Teil aus Fördergeldern, beinflusst die Stadtfinanzen also nur unerheblich. Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation müssen ohnehin vorgenommen werden, warum dann nicht das Geld mitnehmen, dass man dafür bekommen kann? Andere Maßnahmen müssten schließlich komplett von der Stadt bezahlt werden.

Die verstopfte Biebricher Allee ist ein Resultat des mangelhaften ÖPNV-Angebots, das wird durch die Citybahn verbessert. Denken Sie, dass sich die Versopfung der Allee ohne die Citybahn und andere Maßnahmen in Zukunft von alleine verbessert? Und was ist, wenn weiterhin ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Allee vorhanden ist? Muss dann nicht auch irgendwann eine Baustelle eingerichtet werden, um die Straße zu sanieren?

Wenn die bisherige Bushaltestelle Fischerstraße nicht durch die Citybahn angefahren wird, ist das eine erhebliche Verschlechterung des ÖPNV-Angebots. Die Schülerinnen und Schüler der Gutenberschule wären dann gezwungen, vom Hauptbahnhof zu ihre Schule zu laufen. Wer denkt sich einen solchen Schwachsinn aus?

Der Fußweg von der Möhringstraße bis zur Gutenbergschule beträgt keine 10 Minuten, vll. 3 min mehr als von der Fischerstraße. Das mag eine kleine Komforteinbuße sein, eine "erhebliche Verschlechterung" sehe ich nicht.

In puncto Haltestellenplanung ist längst noch nicht das letzte Wort gesprochen. Ich rege obendrein an, auch die Villa Schnitzler (VHS) nebst Gymnasium am Mosbacher Berg nicht zu vergessen.

Moderationskommentar

vielen Dank für Ihren aktive Teilnahme an unserem Online-Dialog. Es wäre schön, wenn Sie künftig beim Verfassen Ihrer Beiträge, möglichst auf Formulierungen wie " Wer denkt sich einen solchen Schwachsinn aus?" , verzichten könnten.
Danke für Ihr Verständnis.
Beste Grüße
Petra Schröter (Moderation)

Generell finde ich es gut, wenn zu diesem Projekt die Bürger Ihre Meinung abgeben können.
Nicht gut finde ich, dass es in der gesamten bisherigen Projektdarstellung meines Wissens keine Fotomontagen
zu den erheblichen Veränderung des Straßen- und Stadbildes durch die Oberleitungen gibt.
Dies scheint mir wurde versäumt oder aber auch bewußt gemacht, denn die optischen Veränderungen werden dramatisch sein,
und viele Bürger die das Projekt bisher für notwendig empfinden, werden davon Abstand nehmen.
Gerade in der Biebricher Alle, als die repräsentative Einfahrtstraße in die Stadt, werden die optischen
Veränderungen erheblich sein.
Um eine Ahnung der optischen "Verschandlung" einer Stadt zu bekommen, sollt man sich mal das
Oberleitungssystem in Bonn anschaun.
Deshalb bitte ich darum , dass von allen Strecken Fotomontagen - vorher und nachher - ertstellt, und der Bevölkerung
bei den geplanten Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden.
Sollte dies nicht bald in realistischer und nicht in geschönter Art geschehen, gehe ich davon aus, dass Sie die Bevölkerung bewußt im Unklaren halten wollen.

Als langjährige Anwohnerin der Biebricher Allee und seit langem Wahlwiesbadenerin hat es mir Vergnügen bereitet, fremden Menschen "meine" Wahlheimat mit einer Fahrt über die Biebricher Allee beginnend vorzustellen. Die Ortsbeschreibung lautete: Wenn der Mann mit dem Sektglas auf der Autobahn winkt, nimm den Weg in die Stadt. Diese wunderbare Allee, gesäumt von Linden rechts und links, von wunderschönen Häusern, Denkmälern, Parkanlagen, dem Henkell-Schloss sowie dem Kleinen Bahnhof, danach das wunderbare Landmark Wasserturm. Und dann von der Adolfs-Höhe in die Stadt eintauchen mit dem Blick auf den Neroberg und seine vergoldete russische Kapelle. Welche Stadt hat eine derart prächtige Zufahrt? Und es ist die einzige, die nicht hässlich verschandelt ist mit Nutzbauten, die man bald wieder abreissen wird. Die Biebricher Allee bietet ein geschlossenes Strassenbild auf einer Länge von ca 3 km. Derartiges kann man in Deutschland suchen gehen! Warum soll dieses Pfund verscherbelt werden gegen eine hässliche Stadtbahn mit einem fetten Gleiskörper? Meine frühere Heimatstadt Saarbrücken hat eine Stadtbahn gebaut, die das Stadtbild und die Nutzerstruktur von ehemals lebendigen Innenstadtstrassen zerstört hat und Stadtviertel optisch und praktisch auseinandergerissen hat. Dass eine Stadtbahn keine gemütliche Bimmelbahn ist, sondern ein technischer LangZug, für 480 Personen, der alles verändern wird, zeigen die Macher der Stadtbahn an keiner Stelle. Bitte zeigen Sie mir die Haltestelle Rudolf-Vogt-Strasse, so wie Sie bisher angefacht ist.

Ich möchte darauf hinweisen, dass unter dem Asphalt noch die Gleise liegen, die damals benutzt wurden. War gut zu sehen, als vor ein paar Jahren die Fahrbahn saniert wurde.

Was bedeutet eigentlich "200.000 Menschen erhalten direkten Zugang zur City-Bahn"? Leben diese 200.000 Menschen im 100-Meter Umkreis von Citybahn Haltestellen? Ich bitte um Erklärung der Herleitung dieser Zahl. Wiesbaden hat ca. 275.000 Einwohner. Wer darf von denen nicht mit der Bahn fahren?

Dass 200.000 Menschen im Einzugsgebiet der neuen Strecke wohnen, heißt ja nicht, dass auch nur ein einziger von denen auf die Citybahn umsteigt. Sinnvoll wäre es zu wissen, wieviele der 200.000 überhaupt die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen oder Bedarf haben, diese zu nutzen. Oder sich vorstellen könnten, dann vom Auto auf die Citybahn umzusteigen.
Wenn man heute einen Online-Shop ins Internet stellt, dann hat man schlagartig 62,4 Millionen potentielle Kunden, die Zugang zu der neuen Webseite haben. So viele Internet-Nutzer gibt es laut einer ARD/ZDF-Studie in Deutschland. Niemand käme auf die Idee, mit so einer Zahl für seinen Shop zu werben, weil der Informationsgehalt gegen Null geht.

200.000 ist eine schöne Zahl, die klingt gut, jedoch sollte realistischerweise mit einem Einzugsradius von ca. 400m-500m gerechnet werden. Hier in Hamburg wird schon für die S-Bahn ein Einzugsradius von 600m angenommen, während Busse auf 400m kommen. Die City-Bahn liegt eher irgendwo dazwischen. Nichtsdestotrotz wird die City-Bahn ein ausreichendes Potential an Fahrgästen vorfinden - auch mit einem Radius von unter 500m werden sicherlich 150.000 Einwohner in Mainz und Wiesbaden erreicht.

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