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Kastel Brückenkopf

Der Brückenkopf in Kastel ist ein wichtiger Verkehrsknoten. Die Linienführung und die Lage der Haltestelle haben die Planer so gewählt, dass die Eingriffe in das Brückenbauwerk sowie in den Verkehrsraum so gering wie möglich sind.

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Ostfeld / Kalkofen

Im geplanten neuen Stadtteil Ostfeld/Kalkofen sollen rund 10.000 Bewohner und zahlreiche Beschäftigte eine neue Heimat finden – sie alle haben ein Mobilitätsbedürfnis.

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Mainzer Straße / Wiesbaden Ost

Mainzer Straße / Wiesbaden Ost

Für die Machbarkeitsstudie im Jahr 2016 wählten die Planer eine Linienführung über Mainz-Amöneburg zwischen der A671 und dem DB-Gleisfeld. Eine Vielzahl von Schienen und Straßen kreuzen die Strecke. Wegen der geringen Verfügbarkeit von Freiflächen wäre eine Verlegung der DB Gleise oder sogar der Autobahn A671 erforderlich, um einen zweigleisigen Ausbau der CityBahn umzusetzen. Deshalb raten die Planer von dieser Linienführung ab. Auch die in der Machbarkeitsstudie untersuchten Tunnel- oder Hochbahnlösungen in Wiesbaden Ost berücksichtigten die Planer aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit nicht weiter.
Was halten Sie von dem Fazit der Planer zu dieser Linienführung? Aus welchen Gründen würden Sie eine Linienführung hier dennoch befürworten?

Kommentare

Wer hier meint die Zeitersparnis von Wiesbaden Ost beträgt nur die 4 Minuten, die die SBahn vom HBF zum Ostbahnhof benötigt, hat einfach nicht mitgedacht. Die Busfahrt aus Biebrich zum Hauptbahnof (und umgekehrt) ist zu Hauptverkehrszeiten sowohl mit der 4/14 als auch mit der 3/6 ziemlich lang und durch den Verkehr, die vielen Ampeln und die Autobahnabfahrt Mainzer Straße auch schwer berechenbar. Dazu die Lage und die Wege der Bushaltestellen und durch den Bahnhof. (Auch der Bahnhof Kastell ist da nicht wirklich optimal.)
Deutlich schneller und einfacher ist das in Wiesbaden Ost - wenn die Unterführung nicht so schmuddelig wäre und der Bahnhof barrierefrei wäre.
Mit einer vernünftigen Anbindung nach Biebrich und Amöneburg würden hier viele Anwohner erreicht, die sich den Weg in die Stadt sparen können, dazu eine bessere Anbindung an Kalle-Albert und eine schnelle Anbindung des Industriegebietes beidseitig der Äppelallee über die Kasteler Straße/Äppelallee (ein Stopp am Bahnhof Biebrich käme sicher auch diesem zugute) für Pendler.

In der aktuellen Situation nehme ich lieber das Fahrrad oder laufe zum Ostbahnhof, um einen Zug Richtung Frankfurt zu erreichen - auch die VIAS mit Umstieg in Kastell, als mit dem Bus zum Hauptbahnhof zu fahren. Oder mit der 3, besser jedoch zu Fuß, zur Kasteller Straße um mit dem Bus nach Mainz zu fahren. Und egal zu welcher Tageszeit und trotz der mehr als bescheidenen Haltestellensituation an der Kasteller Straße wird diese Möglichkeit nicht nur von mir genutzt, nur selten bin ich alleine beim Aus- bzw. Umsteigen.

Abgesehen davon ist Wiesbaden Ost DER Umstiegbahnhof für alle , die rechts des Mains arbeiten, aber dann Richtung Mainz müssen. Viele, die hier aussteigen, wechseln nur das Gleis, oftmals mehr, als Fahrgäste die den Bahnhof richtung Ausgang verlassen.

Sicher eine ketzerische Meinung zum heiligen Wiesbadener Kopfbahnhof - aber meiner Meinung nach wäre Ost auch ein guter Haltepunkt für die VIAS,. Die könnte sich die Zeit sparen den Hauptbahnhof anzufahren und damit die Fahrzeit verkürzen und die Strecke in die Stadt entlasten. Und wer die VIAS aus der Innenstadt nehmen möchte kommt ja jederzeit mit der SBahn in 4 Minuten zum Ostbahnhof

Im Vergleich zur Biebricher Allee: gibt es dort tatsächlich mehr verfügbare Freiflächen??

Moderationskommentar

Hallo proklima,

vielen Dank für Ihre Frage. Von den Planern haben wir die Antwort erhalten, dass der Korridor zwischen den DB-Gleisen und der Autobahn sehr schmal ist und deshalb Freiflächen zur Verfügung stehen.

Freundliche Grüße und weiterhin einen interessanten Dialog,
Svenja Bötticher (Moderation)

Zugunsten einer Linienführung durch Biebrich könnte m.E. auf die Verknüpfung mit dem Bahnhof Wiesbaden-Ost verzichtet weden. Allerdings sind gute, d. h. schnelle und bequeme Umstiegsmöglichkeiten in Mainz-Kastel und am WI-Hauptbahnhof wichtig.

Im Gebiet sind zahlreiche Ämter, Gerichte, Schulen, Büros, Behörden, Einkaufsmärkte, Freizeitgelgenheiten (Schwimmbad, Fitnesscenter) und neue Wohngebiete. Eine leistungsfähige Erschließung wäre sehr wichtig.
Dass an der Mainzer Straße nur Autohäuser sind, ist eine Wahrnehmungsverzerrung der Autofahrer. Die Autohäuser haben die größten Schilder.

Ein dritter Ast entlang des Quartierboulevards in Richtung Konradinerallee - mit späterer Verlängerung ins Ostfeld - sollte auch weiterhin berücksichtigt werden. Fraglich ist nur das Liniennetz mit dann drei Ästen. Wäre ein Angebot mit drei Linien zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt womöglich zu groß?

1. Linie Hochschule - Biebricher Allee - Mainz
2. Linien Rheingau/Taunus - Hochschule - Biebricher Allee - Rheinufer
3. Linie Hochschule - Konradinerallee

Tatsächlich ist es gut zu sehen, dass die Planer lernfähig sind. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum dort die Bahn fahren sollte. Fast alles, was an der Mainzer Straße anliegt - vom ESWE-Bad, das ggf eh geschlossen wird, und dem Verwaltungszentrum abgesehen - ist auf Autos ausgerichtet oder hat damit zu tun: Autohäuser, Aldi für die SUV-Fahrer, die dort billig einkaufen wollen, REAL für den Familien-Großeinkauf, McDonalds.
Nein - die Linienführung ist nicht optimal und nicht so attraktiv wie die Biebricher Variante.

Richtig, und wieso sollte man hier etwas verändern, das wäre ja verrückt. Fast alles DIREKT auf der Mainzer Straße sind großflächige Büroimmobilien. Welcher wahnsinnige Angestellte würde morgens entspannt aus einer Bahn steigen wollen, wenn er sich den morgendlichen Adrenalin-Kick Mainzer-Straße samt Parkplatz-Suche antuen kann.

Vom Fahrgastaufkommen her und unter Berücksichtigung des technischen Aufwands bzw. der entstehenden Kosten, sollte man diese Trassenführung zu den Akten legen. Nur wenige werden sie vermissen.

Welche Anwohner steigen in WiOst zu, bzw wer steigt dort aus? und wie werden diese Pendler nach WiOst bedördert? mit nem Bus? oder ist eine P+R Anlage geplant?!

Moderationskommentar

Lieber Wiesbadener,
vielen Dank für Ihre Frage. Auf diese haben wir eine Antwort der Planerinnen erhalten:

Durch die Anbindung an den Bahnhof Wiesbaden Ost können CityBahn, S-Bahn und Busse miteinander verknüpft werden. Ziel ist es, attraktivere Umsteigemöglichkeiten für die Fahrgäste zu erreichen. Hierbei kommt dem Ersatzneubau der Bauernbrücke, mit direkten barrierefreien Zugängen zu den Bahnsteigen (als Alternative zu derzeitigen unterirdischen Bahnsteigzugängen), eine Schlüsselrolle zu. Auch der Industriepark InfraServ mit rund 5.000 Arbeitsplätzen wird hiervon profitieren. Mögliche P+R-Stellen sind an unterschiedlichen Stellen erwähnt worden.

Wir wünschen weiterhin einen interessanten Online-Dialog!
Freundliche Grüße
Lukas Worgull

Hmm, ca. 5400 Menschen arbeiten im Industriepark Kalle-Albert. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand diese Haltestelle nutzen würde ist also EXTREM groß. Was man übrigens auch mitbekommt, wenn man regelmäßig den ebenso regelmäßig überfüllten 6er Bus nimmt.