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Variante: Rheinstraße

Auf der Rheinstraße stehen ausreichend Flächen für alle Verkehrsteilnehmer zur Verfügung. Dies wirkt sich auch auf die Fahrzeiten der geplanten CityBahn positiv aus. Die Baumbestände der Rheinstraße bleiben weitestgehend erhalten.

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Wiesbaden Fußgängerzone

Egal, ob die CityBahn letztendlich über die Luisenstraße oder die Rheinstraße geführt wird: Die Haltestelle wird in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone platziert, um einen attraktiven Zugangspunkt für den Einzelhandel und die Gastronomie im Herze

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Wiesbaden Hauptbahnhof

Wiesbaden Hauptbahnhof

Zur Lage der CityBahn-Haltestelle am Hauptbahnhof gibt es verschiedene Planungsvarianten. Eine optimale Verknüpfung mit dem Schienenpersonenverkehr mit bequemen und sicheren Umsteigemöglichkeiten zum Busverkehr sowie die Aufenthaltsqualität an der Haltestelle werden bei jeder Variante bewertet.
Wie sieht Ihrer Meinung nach eine möglichst komfortable Lösung für den Umstieg zwischen CityBahn, Stadt- und Regionalbussen, S- und Regionalbahnen sowie dem Fernverkehr aus?

Kommentare

Wo ist eigentlich die Beteiligungsrubrik für "Gesamtkonzept"? Wohl absichtlich vergessen ?

Hinter der Stadtbahn steht ja eine Vision: Eine schnelle ÖPNV-Strecke in der Mitte ausgewählter Straßen, zu der möglichst viele Menschen zugang haben und die an ausgewählten Stellen zum P&R einlädt. Soweit, so schlüssig. Eine Strecke scheint gefunden und wir können uns vorstellen, wie das mit Oberleitung und Betonabgrenzung zu Fahrspuren des übrigen Verkehrs ungefähr aussehen würde. Bei aller Spekulation über die Auswirkungen auf den Verkehr: Sicher scheint mir nur eines: Wertvoller Platz im Wiesbadener Straßenraum geht an einen ZUSÄTZLICHEN Verkehrsträger verloren.

JETZT DENKEN WIR DIE VISION MAL UM:
Wir grenzen die Strecke genau so ab wie geplant, lassen aber Schienen und Oberleitung weg und deklarieren die Piste als 3-Spurigen Radschnellweg auf dem auch mit bis zu 45km/h ge-S-Pedelect werden darf (Die mittlere Spur wäre Überholspur in beiden Richtungen nach dem Modell französicher Nationalstraßen). Man kann auch einen Fahrradanhänger für die Einkäufe anhängen.

Welchen Einfluss hätte dieses Angebot wohl auf das Verkehrsverhalten der Wiesbadener Bevölkerung ?
Meine Vermutung: Sowohl der individielle PKW-Verkehr als auch die Nachfrage nach ÖPNV würde entlang der Strecke sinken (zumindest bei gutem Wetter)

Für die, die nicht Radeln können oder wollen müsste freilich trotzdem der ÖPNV attraktiv gehalten werden . Dazu folgende Ideen:
1.) Konsequenter Ausbau des Bahnhofs Wiesbaden Ost zum P&R-Parkplatz, möglichst mit direktem Autobahnanschluss (Die Ecke Kasteller-Straße/Breslauer Straße müsste in ihrer Leistungsfähigkeit zum Bahnhof hin ausgebaut werden. Ideal wäre eine ampelfreie Durchfahrt.
2. ) Taktung Der Bahnverbindung zwischen Wiesbaden Hbf und Mainz Hfb herabsetzen auf 10min ("Citybahn light und breit")
3.) Das Liniennetz der Stadtbusse neu ordnen: Wie brauchen auch außerhalb des 1.Rings mehr Linien-NETZ als Linien -STERN.
Vorschlag "nützliche" Strecken im neuen Linien-NETZ:
3a) Anbindung Schierstein über Äppelallee und durch Biebrich an Bhf Wiesbaden Ost
3b) Anbindung Hochschule und Klarenthal ab Hbf an der Innenstadt vorbei über den 1.Ring und die Klarenthaler Str.
3c) Zug (lieber kurz und häufig als lang und selten) von Wiesbaden Ost auf der Aartalbahn-Strecke über Dotzheim nach Bad-Schwalbach. (Dabei könnten Züge teils von Wi-Hbf, teils aber auch direkt aus Mainz oder aus Frankfurt kommen)
4) Damit der ÖPNV schneller wird, Busspuren dort, wo Busse nicht zu jeder Tageszeit nahezu genauso flüssig zusammen mit dem Individualverkehr fahren können. (Platz wäre ja da, weil es wegen der Radschnellwege und des guten Bus-Netzes weniger PKW-Verkehr geben soll). So würde insbesondere die Biebricher Allee für den Individualverkehr wohl einspurig.

5) Wo sich Busse tatsächlich als zu kein erweisen: Einsatz von "Straßenbahnen" die wie Busse auf der Busspur fahren. Es gibt fertige Produkte (z.B. z.B. die "Tramway sur Pneus" (http://www.alstom.com/fr/products-services/product-catalogue/systemes-fe...) . Hier sollte eine Stadt wie Wiesbaden aber den sebstbewussten Versuch wagen, etwas zukunftsweises entwicheln zu lassen: - dazu Kapitel 6

6) Elektrifizierung
Für lange Züge, Busse und LKW gleichermaßen schwebt mir das Antriebskonzept vor, das demnächt auf der A5 erprobt wird: Bei dem Konzept braucht man nur relativ kleine (also leichte) Batterien in den Fahrzeugen und kann trotzdem über weite Strecken ohne Oberleitungsdraht fahren.
Verscheidene Firmen stellen derzeit E-Trucks mit Reichweiten von 400km und mehr auf die Räder (Batterien wiegen dann 2-3 Tonnen - das ist für einen 40 Tonner nicht die Welt)

Ich fürchte, dass sich Wiesbaden geradezu lächerlich macht, wenn es im Jahr 2022 noch neue Schienen und neue Oberleitungen durch seine schönsten Alleen und quer durch die Innenstadt zieht. Andere Städte werden dann möglicherweise beginnen, ihre Oberleitungen zu entfernen.

6.) Fördergelder
Das scheint ja der Hauptgrund zu sein: Die Mainzer haben vorgemacht, wie man eine Straßenbahn baut, die dank der Fördergelder angeblich fast nichts kostet und das will man jetzt in Wiesbaden auch.
Frage an die Politik: Sind nicht auch unkonventionelle Konzepte förderwürdig, wenn mit ihnen sowohl für die Anwohner als auch für die Pendler eine deutliche Steigerung der Lebensqualität erreicht wird ?
Und zum "nix kosten" habe ich auch deutliche Zweifel: Kalkuliert ist doch sicher nur der Finanzbedarf für die Strecke. All die schönen Zusatzwünsche zur Neugestaltung ganzer Straßenzüge, für P&R-Plätze usw. - sind die überhaupt einkalkuliert? Am Ende wird sicher zuallererst wieder bei den Radwegen gespart - wie immer! Es gab schon so viele Großprojekte, die im Vorfeld offensichtlich runterkalkuliert wurden weil man sie unbedingt haben wollte (Stuttgart21, Elbphilharmonie...). Warum sollte das hier anders sein?

7.) Systemkompatibilität zu Mainz
Mir ist auch sehr an der guten Zusammenarbeit zwischen den Städten gelegen und trotzdem ist das in meinen Augen ein schwaches Agument, da die neue Fahrzeugtechnik, die jetzt kommt, auch probemlos auf Mainzer Straßen fahren könnte. Nur eben nicht auf Straßenbahn-Schottergleisbetten. Aber die gibt es ja zwischen den Rheinbrücken und dem Mainzer Hbf auch nicht - und dort kann man dann im Zweifel auch umsteigen.

Die Haltestellen in alle Richtungen auf die Bahnhofsseite zu verlegen wäre auch ganz ohne Stadtbahn eine prima Idee.

Meinem Vorkommentator, der die Radfahrer aus dem Bahnhofsbereich verbannen will, möchte ich hier aber mal klar wiedersprechen:
Niemend hat Verständnis für rücksichtslose Radfahrer. Es schafft aber auch keiner die Straßen ab, bloß weil es rücksichtslose oder unfähige Autofahrer gibt. Bezogen auf Bahnhöfe ist eine gute Radwegeanbindung genauso wichtig wie die Anbindung an den ÖPNV.
Übrigens gilt für Radfahrer wie für Busse: Sie kommen aus allen Richtungen. Da reicht es nicht, einen "Alibi" Streifen bis zu nächsten Fußhängerampel aufzumalen!

Das entscheidende beim Umstieg sind die Taktraten (es ist immer noch peinlich, dass ich, wenn ich nach Mainz oder Frankfurt will auf den Fahrplan gucken muss) und die Nähe zu den Umsteigeorten. Ich wünsche mir aus der Bahn "herauszufallen" und (nahezu) sofort in den Anschlussverkehr steigen zu können. Das bedeutet auch eine Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes (hier sind fiffige Architekten und Architektinnen - sowie in der Mitgestaltung Bürger und Bürgerinnen gefragt), damit diese Kriterien erfüllt werden. Ich möchte mir, gerade wenn ich weiter weg fahre oder Berufspendlerin bin, keine Gedanken über etwaige Anschlüsse machen müssen oder schwere Koffer, die ich über weite Wege schleppen muss.

Wir brauchen die Citybahn für Wiesbaden ganz dringend! Und wenn wir dann endlich am I. Ring bauen, muss die prekäre Situation für Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen ein Ende finden. Das Fahrradfahren entlang des I. RIngs ist eine Katastrophe ! Jetzt ist Zeit für einen großen Wurf ! Der ungenutzte Mittelstreifen des I. RIngs sollte endlich zu einem Fahrradweg ausgebaut werden (so wie es übrigens historisch auch mal war). WIe man die die Autoquerungen überbrückt und die Fahrräder sicher und mit Priorität führt, kann frau/man sich in anderen Städten (z.B. Freiburg) und anderen Ländern (Holland) ankucken. Und dann kann die Haltestelle der Citybahn auch direkt vor den Bahnhof ! Und für die FußgängerInnen sollte es am Bahnhof auch endlich Diagonalquerungen geben, damit wir nicht täglich lebensgefährlich wie die Hasen von einer Grünphase zur nächsten hüpfen müssen.

Ich gebe Ihnen recht, dass das Fahrradfahren entlang des 1. Rings riskant und schlecht gelöst ist. Fahradfreundlich ist Wiesbaden nun wirklich nicht. Vor dem Hauptbahnhof fühlt man sich auch als Fußgänger nicht besonders wohl.
Aber mal ehrlich: wenn man in Wiesbaden nicht mal clevere Lösungen für Fahrradwege und Fußgängerüberquerungen hinbekommt (die man sich in anderen Städten abschauen könnte), dann frage ich mich, wo die Leute den Optimismus hernehmen, dass mit der Citybahn plötzlich alles besser werden soll. Bei dem engen Zeitplan, den man den Planern gesetzt hat, wird sicher keine Zeit bleiben, sich auch noch um Lösungen für andere Verkehrsmittel zu kümmern.
Realistisch betrachtet wird es mit einem weiteren Verkehrsmittel für die übrigen Verkehrsteilnehmer eher schlimmer als besser.

Auch wenn Variante 2 den leichteren Umstieg zum Bahnhof bietet, Variante 1 finde ich baulich und vom gesamten Verkehr her am sinnvollsten. Zwei Nachteile von Variante zwei, die mir aufgefallen sind:

1. PKW, die von der Biebricher Alle in das Parkhaus fahren wollen, müssen den Radweg kreuzen. Das ist unfallträchtig und dürfte den Verkehrsfluss stören. Typische Situation, wie sie z.B. an der Kreuzung Bahnhofsstraße/Rheinstraße vorkommt: Abbieger wartet auf Radfahrer, Radfahrer geht auf Nummer sicher und fährt erst mit Verzögerung und langsam vorbei -> Dahinter staut es sich. Abhilfe könnte eine separate Ampelphase haben, die aber wiederum die Wartezeit verlängert.

2. In der Bahnhofsstraße landen die Gleise in Seitenlage (ich vermute, das geht aufgrund der Haltestellenlänge nicht anders). Im weiteren Verlauf ist dann der Wechsel in Mittellage nötig, es entsteht eine weiter Kreuzungsstelle mit dem übrigen Verkehr. Für Radfahrer wäre das Überfahren der Schienen im spitzen Winkel auch nicht ganz ohne.

Mir ist auch nicht klar, wie Busse vom 1. Ring links in die Bahnhofsstraße kommen und wo sie halten sollen. Auch die Ampelschaltung der Kreuzung wird mit Sicherheit nicht einfach. Es ist gut, dass eine Lösung mit Halt auf dem Bahnhofsplatz probiert wurde, aber ich glaube nicht, dass sie für den Gesamtverkehr praktikabel ist.

Noch eine Information von der Infomesse: ein Planer sagte mir, dass die Grünfläche in der Mitte (Ring Höhe Post) denkmalgeschützt ist - ein völlig freier Umbau der Straße ist also nicht möglich.

Das ganze Projekt wird in einem Desaster enden. Riesiger Flächenverbrauch und Verdrängungseffekte für eine Strecke quer durch die Stadt, ein echtes Streckennetz ist ohnehin nicht geplant, zukunftsorientierte Verkehrskonzepte stelle ich mir anders vor.

Hiermit fordere ich den Magistrat der Stadt Wiesbaden auf, Alternativen zu prüfen (insofern noch nicht geschehen, wovon man eigentlich ausgehen müsste) und diese offen zu legen. Es gibt Untersuchungen, die ein durch die Citybahn höheres Fahrgastvolumen anzweifeln. Ich möchte eine Stärken-/Schwächen-Analyse aller Möglichkeiten sehen, bevor einseitige Schönfärberei publiziert wird - wie hier bereits im Gange.
Wieso gibt es lediglich ein Haltepunkt-Diskussionsforum und keine anderen Themen? Zum Beispiel zu "Kosten", zu "Planungsalternativen", "Fahrgastjourneys" - welche und wieviele Verkehrsmittelwechsel muss ich auf mich nehmen um von A nach B zu kommen, usw.

Ich finde das ziemlich befremdend, dass die Diskussionen sich hier nur auf Streckenabschnitte beschränken sollen. Grundsätzliche Bedenken gegen die Bahn möchte man offensichtlich nicht diskutieren (sonst hätte man einen Raum dafür gegeben). Und wenn an einer Stelle dann doch allgemeine Bedenken geäussert werden,,werden die mit nicht durchdachten Argumenten abgespeist. Dialog sieht anderes aus, oder zumindest verstehe ich darunter etwas anderes.

Die hier vorgebrachten Argumente sind zum Teil abstrus: In der Studie zu den Kosten, wird als Argument, dass der Bau der Stadtbahn für Wiesbaden günstig ist, mit Zuschüssen des Landes etc. begründet: Das klingt für mich als Bürger Wiesbadens, Hessens und des Bundes: Es ist besser, wenn man mir das Geld aus der linken Tasche zieht, als wenn man es mir aus der rechten Tasche zieht. Wie kleinkariert müssen Menschen denken, die dem Bürger solche Argumente auftischen. Und wie wenig Ahnung von Ökonomie müssen Sie haben.

Ich glaube, in diesem Fall muss auf jeden Fall ein Bürgerentscheid her, wenn der Verdruss der Bürger nicht noch weiter steigen sollte. Dass sich die hinter diesem Vorhaben steckenden Politiker hinter der CityBahn GmbH verstecken, ist aus meiner Sicht mehr als peinlich.

die Stadt Wiesbaden hat drei Mal den Anlauf genommen, die Bahn zu planen und umzusetzen. Jetzt muss die Umsetzung endlich mal Erfolg haben. Geld ist genug da, die Stadt Wiesbaden hat genügend Geld, über Landes- und Bundesförderung fließen noch mehr Mittel. Es wäre ein sinnvoller Einsatz der Mittel um in der Verkehrslenkung sinnvoll umzusteuern. Wir können mit dem Verkehr und den erwarteten Zuwächsen an Bevölkerung, die sich ja auch bewegen wollen, nicht mehr so weitermachen, sondern müssen den Verkehr sinnvoll umlenken.
Mehr Straßen und Parkplätze sind keine Lösung, sie provozieren doch nur mehr Verkehr mit den bekannten Auswirkungen, die wir jeden Tag erleben. Wiesbaden muss dringend umsteuern in eine Infrastrukur emissionsarmer Fortbewegungsmittel (Radwege, autofreie Zonen).

Wie kommt Frau Lisa Uphoff, Pressesprecherin der CityBahn GmbH dazu, zu sagen: „Mit ihren Beiträgen geben die Bürgerinnen und Bürger wichtige Impulse, die zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts beitragen. ...“ Liest sie das Forum nicht? Es gibt kritische Stimmen, und viele Bitten um konkrete Kostenkalkulation und genaue Projektbeschreibungen etc.. Material dazu sollte doch ausreichend vorliegen, kostet das Projekt uns Bürger ja bereits in der Vorblase 100.000e Euros. Hier wird bewusst am Wissensstand der Bürger manipuliert. Ich hoffe, es kommt vor der Realisierung zu einer Bürgerbefragung.

Die Citybahn bietet die Chance den Verkehr Ring/Bahnhofsstraße neu zu regeln. Hier ist besonders auf die Belange der Fußgänger und Radfahrer einzugehen. Die Haltestelle der Citybahn stadtein- und stadtauswärts sollte so gelegt werden, dass für das Erreichen des Hauptbahnhofs weder Straßen zu über- noch unterqueren sind, also direkt vor dem Bahnhofvorplatz. Seit nunmehr 10 Jahren fahre ich täglich mit Bus und Bahn von Wiesbaden nach Frankfurt und kenne deswegen auch das Chaos für alle Verkehrsteilnehmer vor dem Bahnhofvorplatz nur zu gut. Eine Lösung für alle wird nicht einfach sein, aber wir sollten es versuchen.

BadWolf97, PhilippeJaeck und Andreas Borg sprechen sich für Variante 2 "Haltestelle am Kaiser-Friedrich-Ring" aus. Ich schließe mich dieser Meinung an, da mit Variante 2 ein sehr bequemer Umstieg zum Hbf mit kurzen Wegen ohne Querung des 1. Rings und eine zukünftige Netzerweiterung ermöglicht wird. Bequeme Umstiege zum Regional- und Fernverkehr sind für die Akzeptanz der CityBahn extrem wichtig.

Die Planer sehen bei Variante 1 die Möglichkeit den Fahrradverkehr neu zu ordnen, ich sehe diese Möglichkeit ebenso bei Variante 2 gegeben. Tatsächlich ist die Situation für Fahrradfahrer am Hbf momentan nicht zufriedenstellend. Eine Querung des 1. Rings dauert sehr lange und führt häufig zu Konflikten mit den Fußgängern oder Gefahren für den Radfahrer im 6-spurigen Autoverkehr. Gleiches gilt für ein Abbiegen in die Bahnhofstraße.

Für Autofahrer ist die Bushaltestelle am Hbf momentan ein Hindernis und eine Neuordnung des Straßenverkehrs bei Variante 2 kann bei geschickter Verkehrsführung zu einer Verbesserung führen.

Außerdem finde ich die Vision "Tunnel" äußerst interessant, da sie zu deutlich höherer Lebensqualität am schönen Gebäude des Hbf, der angrenzenden Grünfläche und der möglicherweise für MIV gesperrten Bahnhofstraße führt. Klar kostet ein Tunnelbau viel Geld und der Untergrund in Wiesbaden ist nicht gut geeignet für einen Tunnelbau. Aber dieser Tunnelbau wäre meiner Meinung nach ein genialer Schritt in die richtige Richtung!

aber ich würde eher darüber nachdenken, den Bahnhofsbereich fürs Radfahren zu sperren und das auch wirksam durchzusetzen. Wenn ich daran denke, wie rücksichtslos da heute schon gefahren wird - inklusive Radfahren im Bahnhofsgebäude selbst - möchte ich nicht, daß da noch mehr Fahrradverkehr angezogen wird.

Das Wasser, das dann beim Tunnelbau sprudelt kann man ja verkaufen und die Gewinne in den Bau reinvestieren.

Da schlängeln sich acht Spuren am Bahnhof vorbei. Das und angrenzende Räume ist Platz genug, um den ganzen Bereich neu aufzuteilen. Am Münchner Hauptbahnhof ist es enger und die bekommen dort mehr Verkehr unter.
Ich denke, wir können hier (fast) alle Wünsche erfüllen: Haltestellen für beide Richtungen am Bahnhof, Abzweigmöglichkeiten beide Richtungen entlang des Ringes (zur Biebricher und Konradiner Allee), beide Richtungen Bahnhofstraße und genug und bequeme Querungen für Fußgänger und Radfahrer. Der Bahnhofsplatz kann ja auch ein paar Meter abgeben, aber ohne die Bäume dort zu fällen.

Wäre es bei der Variante mit der Haltestelle in der Bahnhofstraße möglich. Von dieser Haltestelleeinendirekten Zugang zur Unterführung zu integrieren, so dass man den Ring unterqueren kann ohne zwei mal die Fahrbahn queren zu müssen?

Moderationskommentar

Hallo Herr Kraft,
danke für Ihren Beitrag. Die Planer haben Ihre Frage beantwortet:

Die Planer werden auf der Infomesse am 18. Januar 2018 im Schlachthof verschiedene Varianten zur Lage der CityBahn-Haltestellen am Wiesbadener Hauptbahnhof vorstellen.
Sobald die Lage der CityBahn-Haltestelle am Hauptbahnhof festgelegt ist, prüfen die Planer, wie die vorhandenen oberirdischen und unterirdischen Fußgänger- und Radfahrerquerungen angepasst werden müssen.

Beste Grüße
Petra Schröter (Moderation)

Hier sollten die Haltestellen in jede Richtung auf der Seite des Bahnhofs gestaltet werden, auch wenn dafür Bäume weichen müssen. Der Zwang, als Fahrgast den 1. Ring zu überqueren, führt oft zu Anschlussverlusten zum Zugverkehr.

Ich stimme "Andreas Borg" zu. Die Idee, den motorisierten Individualverkehr am Bahnhof unter die Erde zu befördern, wäre ein erheblicher Vorteil. Nicht nur, dass alle Probleme der Trassenführung und des Fußgängerverkehrs gelöst wären, auch der Autoverkehr könnte dann an dieser Stelle wieder flüssiger werden und Rückstaus auf dem 1. Ring und anderen angrenzenden Straßen reduziert werden. Das schönste aber wäre, dass in Wiesbaden Hauptbahnhof aussteigende Fahrgäste endlich wieder nicht erstmal direkt auf der widerwärtigen Straße landen, sondern direkten Zugang zu den am Bahnhof beginnenden Grünanlagen hätten (dies ist eigentlich eine Besonderheit der Lage des Wiesbadener Hauptbahnhofs).

Was den Aufwand hierzu anbetrifft, die Citybahn _IST_ ein erheblicher Gesamtaufwand und hier gilt angesichts ihrer Bedeutung für die Zukunft: "Klotzen statt Kleckern". Zumal diese Maßnahme nicht ausschließlich der Citybahn nützt.

Es sollte der Vorplatz mit genutzt werden, siehe bspw. Hannover

Ich möchte gern die Anmerkungen von wi-west und Andreas Borg in diesen Vorschlag (beide Haltestellen auf der Bahnhofsseite) integrieren: Den weiteren Ausbau der Citybahn sollte man tatsächlich mit berücksichtigen. Wenn dann mal mehrere Linien am Hbhf vorbeiführen, braucht man sowieso längere Haltestellen. Insofern kann sich die Doppelhaltestelle (für beide Richtungen) vor dem Bhf bis zur Salzbachstraße hinziehen. Die Bahnen aus/nach Biebrich halten in dem Bereich näher am Lilencarré, die Bahnen aus/nach dem Osten näher an der Salzbachstr. Und beide können gut in die Bahnhofstraße einbiegen.
Zwischen diesen Haltestellen ist die Fußgängerquerung. Sie wird so geschaltet (wie in Japan häufig zu sehen), dass der gesamte Bahnhofsvorplatz für den gesamten Autoverkehr gesperrt wird und die Fahrzeuge aus allen Richtungen halten müssen. So können alle Fußgänger und Radfahrer gleichzeitig kreuz und quer den Vorplatz überqueren.
Für mich wäre es übrigens erstrebenswert, eine solche großflächige Fuß- und Radquerung des Bahnhofsvorplatzes auch schon vor dem Bau der Citybahn umzusetzen. Dies wäre auch einmal ein notwendiges Zeichen, dass die Stadt eine wirkliche Verkehrswende tatsächlich ins Auge fasst und an einem wichtigen Einfallstor nach Wiesbaden zeigt, dass sie die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern ernst nimmt.

Moderationskommentar

Lieber Andreas Borg,
vielen Dank für Ihr Interesse an dem Online-Dialog und Ihre Frage. Wir haben dazu eine Antwort von den Planerinnen erhalten:

Ihre Idee, die Verkehrsträger auf unterschiedliche Ebenen (z. B. Straßentunnel) aufzuteilen, könnte durchaus zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit im Bereich Wiesbaden/Hauptbahnhof (1. Ring) für alle Verkehrsträger führen. Allerdings wären mit einer solchen Maßnahme nicht unerhebliche Bau- und Unterhaltungskosten (Tunnelbauwerk) verbunden. In der Abwägung für eine solche Vision sind neben den hohen Baukosten auch Aspekte der Rampenlängen und Verzweigungen für den Tunnel (z. B. Anbindung Biebricher Allee und Mainzer Straße) zu bedenken.

Wir wünschen weiterhin einen interessanten Online-Dialog.
Freundliche Grüße
Lukas Worgull (Moderation)

Die Haltestelle auf gleicher Straßenseite wie der Bahnhofstraße hat Nachteile, falls das Netz erweitert wird um Zweige zur Konradineralle oder (perspektivisch) nach Erbenheim. Die Bahnen von dort könnten dann nicht in die Bahnhofsstraße einbiegen und die Innenstadt direkt anbinden, außer, man baut für diese Linien einen weiteren, separaten Haltestellenbereich. Eine Haltestelle in der Bahnhofstraße stellt also sicher, dass auch bei zukünftigen Netzerweiterungen alle Bahnen die Innenstadt anbinden und am Bahnhof an einer gemeinsamen Haltestelle halten.

Um mal eine große Vision auszupacken: Wie wäre es mit einem Straßentunnel für den ersten Ring und einer durchgehenden verkehrsberuhigten Zone vom Bahnhofseingang bis zur Bahnhofsstraße, so dass man weder Ampel noch Tunnel braucht, um zwischen Bahngleisen und Bus/Citybahnhaltestellen zu wechseln?

Wenn Verkehrswende, dann bitte Verkehrswende! D.h. für mich auch, dass die CityBahn-Nutzer (und andere im "Umweltverbund") bevorrechtigt sind und die Ampelschaltungen zur Querung des 1. Rings endlich mal auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer ausgerichtet werden. D.h. die Ampeln an den Fußgänger-Überwegen sind so getaktet, dass CityBahn-Nutzer in einem Zug über den 1. Ring kommen und der MIV darf mal eine Runde, gerne auch zwei warten.